Berlin : Sarrazin bleibt noch zurück

Finanzsenator dementiert Kandidaten-Plan für BVG-Aufsicht

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Bei der Neubestellung des BVGAufsichtsrates rudert Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), der Vorsitzender des Gremiums ist, offiziell zurück. Es habe noch keine Überlegungen zur Neubesetzung des Aufsichtsrates gegeben, erklärte er nach dem Bericht des Tagesspiegels, wonach es Pläne gibt, unter anderem den ehemaligen Berliner ÖTV-Chef Kurt Lange als Vertreter der Arbeitgeber zu nominieren.

Lange wird nach Tagesspiegel-Informationen schon seit längerem in politischen Kreisen für diesen Job gehandelt. Der Überraschungscoup sei nach dem Bekanntwerden der Pläne nun aber wahrscheinlich geplatzt, heißt es dort jetzt.

Lange tritt gleichzeitig als Berater für das Unternehmen Lexington auf, das mit der BVG, wie berichtet, ins Geschäft kommen will. Als weiterer Kandidat gilt der ehemalige Bahnmanager Horst Föhr, der nach Tagesspiegel-Informationen einen Beratervertrag mit der BVG hat.

Sarrazin ließ offen, ob es zu einer Neubesetzung des Gremiums kommen wird. Es muss in diesem Jahr neu bestellt werden. Die Arbeitgebervertreter werden durch die so genannte Gewährträgerversammlung bestimmt, in der fünf Senatoren sitzen. Die Arbeitnehmer haben ihre Liste bereits aufgestellt und dabei zum ersten Mal eine Frau nominiert. kt

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