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Berlin : Sauber gemacht und preisgünstig kalkuliert

Bernd Matthies

Kantstr. 70, 10627 Berlin-Charlottenburg, Telefon: 324 01 55, geöffnet: täglich ab 12 Uhr, Kreditkarten: keine AngabenBernd Matthies

Unter den Köchen scheint ein Gesetz zu walten, das gutes Essen kompliziert und teuer macht. Es geht so: Die wirklichen Könner entwickeln, angefeuert von der Fachpresse, unbändigen Ehrgeiz und lassen nicht nach, bevor sie mit ihrer karamelisierten Taube auf Sauerampfercoulis den dritten Stern einfahren.

Die anderen, die weniger talentierten und weniger motivierten, landen dagegen irgendwann in der Wurstbude, brutzeln ihr Leben lang Steak mit Kroketten oder dämpfen in der Convenience-Fabrik täglich drei Doppelzentner Champignons à la créme. Durch diesen Trend ist es praktisch ausgeschlossen - jedenfalls in Deutschland - in einem schlichten Rahmen und zu überschaubaren Preisen hochqualifiziert bekocht zu werden.

Den Einstieg kennen Sie schon? Sehr aufmerksam! Wir machen gegenwärtig Versuche mit umweltfreundlichem Textrecycling. Das spart gedanklichen Aufwand, Zeit und Kaffee, weil die Sätze nicht mehr originär ausgedacht, sondern nur von einem Stichwort ins andere gehoben werden müssen. Schließlich geht es um dasselbe Restaurant wie damals.

Und, noch besser: Der Text stimmt immer noch. Denn für das schlichte Bistro "Soufflé" gilt auch nach einem kompletten Betreiber- und Konzeptwechsel, daß alles, was dort aus der Küche kommt, sauber gemacht und preisgünstig kalkuliert ist. Man bekommt rasch gutes Essen in einer unkomplizierten Atmosphäre, ohne hinterher einen ganzen Wochenlohn los zu sein, ein wahrhaft rares Phänomen. Zum Beispiel gibt es hier für 12 Mark eine wirklich selbstgemachte Fleischterrine mit Kaninchenfilet plus ausgezeichnetem Salat. Oder für 7 Mark eine runde, aromatische und sensibel abgeschmeckte Schwarzwurzelcreme. Oder für 18 Mark dicke, saftige Knoblauchgarnelen auf Kokos-Kurkuma-Sauce.

Auch die Hauptgerichte liegen allesamt deutlich unter 30 Mark; wir waren sehr zufrieden mit dem gebratenen Filet vom Loup de Mer mit Gurkenrisotto (das freilich mit einem echten Risotto auf italienische Art wenig zu tun hatte). Auch die mit Zimt gebratene Entenbrust war dick, zart und aromatisch, der Semmelknödel von tadelloser Konsistenz, der Rotkohl einwandfrei.

Ja, und dann gab es auch bei den Desserts nichts zu meckern, weder über das geschmeidige Lebkuchenparfait mit Punschsauce noch über das besonders gelungene Mangosoufflé mit Pralinensauce. Bitte: Kulinarisches Neuland will hier niemand erobern, es geht nicht um Sterne und andere Auszeichnungen. Dafür wird auch kein Gast mit halbgaren Experimenten traktiert, nur weil ein Küchenchef noch schnell auf den entschwindenden East-West-Zug aufspringen will.

Die kleine Weinkarte funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Der südafrikanische Chenin blanc wird nie 95 Parker-Punkte gewinnen, aber für acht Mark (0,2 Liter) dürfte es kaum irgendwo Besseres geben. Nicht einmal beim Prosecco oder Mineralwasser hat das Restaurant irgendwelche Finanzfallen aufgestellt. Aufmerksamer Service rundet die Sache ab. Sehr zu empfehlen.

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