Saubere Sache in Charlottenburg-Wilmersdorf : Saubere Sache: Bürgerinitiative pflegt den Lietzensee
24.08.2012 10:33 UhrMit „Tornado“ gegen Schmierereien an Wänden und Bänken
Über seine Arbeit und aktuelle Termine informiert der Verein auf seiner Website (www.buerger-fuer-den-lietzensee.de) und über Facebook. In eineinhalb Jahren ist die Zahl der Mitglieder von 100 auf 140 gestiegen. Rund 50 bilden die aktive Gruppe. Viele andere – meist ältere – Anwohner unterstützen die Arbeit durch Zahlung des Jahresbeitrages von mindestens 36 Euro. Wenn Müll oder Graffiti nicht schnell beseitigt werden, ziehen sie die Ablagerung weiterer Abfälle oder weitere Schmierereien fast automatisch an. Deshalb entfernen die Vereinsmitglieder auch die Schmierereien von Wänden und Bänken. Dafür wurde eigens eine Maschine beschafft, die den Namen „Tornado“ trägt.
Schatzmeister Erwin Tetzlaff kümmert sich außerdem um die Bänke am Lietzensee. Einst verschwanden immer mehr Sitzgelegenheiten aus dem Park, weil der Bezirk mit der Instandsetzung nicht nachkam. Nach seiner Pensionierung hat Tetzlaff im Werkzeugschuppen, den die Initiative nutzt, eine Reparaturwerkstatt eingerichtet. Das Bezirksamt liefert die Ersatzbohlen, die hier präpariert, gestrichen und montiert werden.
Auch das kulturelle Leben kommt nicht zu kurz. Irene Fritsch organisiert an jedem ersten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr den „Lietzensee-Treff“ im Piano-Café an der Neuen Kantstraße. Die pensionierte Lateinlehrerin hat sich auch als Buchautorin einen Namen gemacht. Nicht nur mit dem heimatkundlichen Werk „Leben am Lietzensee“, sondern auch mit den Krimis „Finale am Lietzensee“ und „Die Tote vom Lietzensee“.
Am 15. September wollen die Mitglieder Müll sammeln, Bänke reinigen und die Pflanzung von Blumenzwiebeln vorbereiten. Treffpunkt: Geräteschuppen im Südteil unterhalb der Kirche an der Herbartstraße, 10 Uhr. Helfer sind herzlich willkommen - klicken Sie einfach auf die Karte. Sie wollen mitmachen, aber an anderer Stelle aktiv werden? Hier können Sie Ihre eigene "Saubere Sache"-Aktion anmelden und mit dem Tagesspiegel in Kontakt treten.
















