Saubere Sache in Mitte : Bahn frei für die Bobbycars

Die „RoKoKids“ sollen sich in ihrem Kindergarten wohlfühlen. Eltern packen an und suchen noch Helfer. Am Aktionstag, sollen unter anderem Steinplatten für eine Bobbycar-Rennstrecke verlegt werden.

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Anpacken. Tanja Dickert und ihre Mitstreiter kämpfen dagegen, dass Kippen achtlos fortgeworfen werden.Foto: Georg Moritz
Anpacken. Tanja Dickert und ihre Mitstreiter kämpfen dagegen, dass Kippen achtlos fortgeworfen werden.Foto: Georg MoritzFoto: Georg Moritz

Wer am 14. September bei den „RoKoKids“ helfen will, kann sich unter der Telefonnummer 34 62 87 28 oder per Mail unter rokokids-kita@berlin.de melden.

„Unser Giardino soll bellissimo werden“, da sind sich Kinder, Eltern und Erzieher einig. Und so packt man an, um den maroden Hof der deutsch-italienischen Kindertagesstätte „RoKoKids“ in der Ofener Straße im Wedding auf Vordermann zu bringen. Beim Aktionstag „Saubere Sache“ möchte man ein gehöriges Stück vorankommen und braucht noch Hilfe.

Die „RoKoKids“ wurden 2006 von Erzieherinnen in einer ehemals städtischen Kita gegründet, die schon lange leer stand. Das Kürzel bezieht sich auf das Robert-Koch-Institut, das zehn Plätze für die Kinder von Mitarbeitern übernommen hat und im Gegenzug die Wäschekosten trägt. Heute ist rund ein Drittel der 50 Kinder im Alter zwischen acht Wochen und Schuleintritt italienischer Abstammung.

Den trostlosen Garten mit einem eher maroden Spielplatz haben die „RoKoKids“ noch von der städtischen Kita geerbt. Die Schaukel und ein Federwipp-Gerät mussten wegen Baufälligkeit abgebaut werden. Doch mit dem trostlosen Zustand will man sich nicht abfinden. Die Gartenplanung sieht die Umsetzung des bestehenden Kletterturms mit Rutsche, den Bau einer neuen Schaukel, einen Krabbeltunnel, der zwei Spielbereiche miteinander verbindet, und einen Abenteuerpfad mit Hangelseilen und Balancierbalken vor. Hochbeete, ein „Sinnesgarten“ und ein „Insektenhotel“ mit vielfältigen Nistmöglichkeiten sollen den Lern- und Erlebniswert steigern, eine Ruhezone den Kids Entspannung und Ruhe bieten.

Vermieter Gesobau finanziert eine neue Schaukel und das Senats-Förderprogramm „Grün macht Schule“ stellt neben Leihwerkzeugen auch 30 Tonnen Spielsand bereit. Auch die Eltern selbst und Lieferanten der Kita spendeten für die benötigten Kleinmaterialien, so gab es von der Neuland-Fleischerei Bünger nicht nur einen Geldbetrag, sondern auch noch Würstchen zur Stärkung der Helfer.

Mehr als 20 Mütter, Väter und Großväter beteiligten sich am ersten Arbeitseinsatz an den ersten beiden Augustwochenenden. Schubkarre für Schubkarre wurde der auf dem benachbarten Sportplatz zwischengelagerte Sand herangeschafft, der Kletterturm ausgegraben und umgesetzt. Da zeigten sich auch ungeahnte handwerkliche Potenziale.„Es war eine tolle Stimmung“, sagt Maria Pfeiffer.

Doch noch ist viel zu tun. Am Aktionstag, dem 13. September, sollen unter anderem Steinplatten für eine Bobbycar-Rennstrecke verlegt werden, kündigt Marianne Schröder an. Hier würden sich die Initiatoren noch über freiwillige Helfer freuen. Auch ansonsten kann man noch viel Unterstützung gebrauchen.

„Uns fehlen noch Pflanzen für die Begrünung des Walls und des Tunnels, ebenso mangelt es an Holz und Farbe“, sagt die Kita-Leiterin.

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