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Schäden an Tragluftdach : Sporthalle in Berlin-Wilmersdorf evakuiert

Eine Traglufthalle der Sportanlage "City Sports" in Wilmersdorf musste am Mittwoch wegen eines Dachschadens geräumt werden. Betreiber: Keine Gefahr für anwesende Sportler.

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Am Boden. Das Plastikdach der Sporthalle nach der Evakuierung am Mittwoch.
Am Boden. Das Plastikdach der Sporthalle nach der Evakuierung am Mittwoch.Foto: Paul Zinken

Die von Fußballern, Badminton- und Tennisspielern genutzte Halle der Sportanlage „City Sports“ in Wilmersdorf musste am Mittwochvormittag evakuiert werden. Anlass war nach Angaben des Betreibers ein etwa 30 Zentimeter großes Loch, das sich in der mit Luft gefüllten Deckenkonstruktion gebildet hatte. Sportlern war während des Trainings aufgefallen, dass sich das Plastikdach abgesenkt hatte. Besorgt informierten sie die Verantwortlichen. Nach einer kurzen Begutachtung durch die Angestellten des Sportcenters entschlossen sich die Betreiber, schnell zu handeln und organisierten die umgehende Räumung der Halle. Zum Zeitpunkt der Evakuierung waren nach Angaben der Angestellten etwa zwölf Sportler in der Halle. Nachdem alle Sportler die Halle verlassen hatten, wurde laut Betreiber das Dach kontrolliert heruntergelassen.

Damit widersprach er Schilderungen von Zeugen, die den Vorgang wesentlich dramatischer gesehen hatten. Beim Herunterlassen entstanden den Angaben zufolge zusätzliche große Schäden an der Plastikhaut. Die Besorgnis der Angestellten galt allerdings zunächst den teuren Lampen, die bei dem Vorfall nicht beschädigt wurden. Der Betreiber geht dennoch von Kosten in fünfstelliger Höhe aus. Seinen Angaben zu Folge bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Anwesenden. Er widersprach Zeugenberichten, nach denen es sich bei den Sportlern um Jugendliche gehandelt habe. Alle Betroffenen seien volljährig gewesen. Zudem sei die Räumung umgehend und ohne große Verzögerungen geschehen, versichert das Sportcenter. Unklar bleibt, wie viel Zeit zwischen Evakuierung und dem Auftreffen des Daches auf dem Boden verstrich. Während Zeugen von einer hektischen Phase berichten, versichern die Betreiber es habe sich um einen Zeitraum von zwei Stunden gehandelt.

Auch Berichte, wonach es vor einigen Jahren schon einmal zu einer Räumung gekommen dementierte man von Seiten der Sportanlage. Es sei lediglich einmal nach einem Druckabfall zu einer Absenkung des Hallendaches gekommen. Verursacht worden sei dies durch geöffnete Notausgänge. Die Halle selbst stammt aus den Achtziger Jahren und ist nach Angaben einiger Besucher durchaus in einem renovierungswürdigen Zustand. Davon wollten die Verantwortlichen nicht wissen. Die Halle sei bis heute vollkommen intakt gewesen und werde regelmäßig gewartet, versicherte man dort.

Unklar ist jetzt, wie lange die Halle für Reparaturarbeiten geschlossen bleiben muss, bevor der Betrieb für die Sportler regulär weitergehen kann. Zunächst wird es darum gehen das genaue Maß des Schadens abzuschätzen, hieß es am Mittwoch seitens der Betreiber. Angesichts der unübersichtlichen Schäden, die an der Konstruktion entstanden, dürfte eine Benutzung der Sportanlage in den kommenden zwei Woche jedoch unwahrscheinlich sein.

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