Berlin : Schallschutz in Schönefeld ausgeweitet

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Am künftigen Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld hat die Flughafengesellschaft jetzt das Schallschutzgebiet vergrößert. Damit rücken nach Angaben des Flughafens knapp 70 Häuser in Dahlewitz zusätzlich ins Schutzprogramm, für das der Flughafen zuvor bereits rund 25 500 Anspruchsberechtigte ermittelt hatte. 13 500 Eigentümer haben bisher nach Angaben des Flughafens einen Antrag gestellt; rund 11 500 Kostenerstattungsvereinbarungen seien bereits abgeschlossen worden. Das Programm ist mit Kosten in Höhe von 140 Millionen Euro veranschlagt. Anwohner sind mit der Umsetzung allerdings nicht immer zufrieden; zum Teil sind sie deshalb auch vor Gericht gezogen. Umgekehrt haben von 93 Eigentümern, denen der Flughafen wegen des Lärms auf Antrag ihre Grundstücke abkaufen muss, erst 15 davon Gebrauch gemacht.

Ein knappes halbes Jahr vor Eröffnung des Flughafens haben unterdessen am Donnerstag der Friedrichshagener Bürgerverein sowie mehrere Privatpersonen beim Infrastrukturministerium in Potsdam förmlich beantragt, den Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau aufzuheben. Die jetzt vorgesehene Flugroute über den Müggelsee sei im Planungsverfahren nicht behandelt worden. Daher müsse die Standortfrage erneut geprüft werden, teilte Anwalt Wolfgang Baumann mit. Seine Kanzlei hatte 2006 Anwohner im Klageverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht vertreten, das die Planung – mit Änderungen bei Nachtflügen – für rechtens erklärt hatte. Derzeit liegen dort nach Angaben einer Sprecherin bereits zwölf Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss vor. Klaus Kurpjuweit

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