Berlin : Scharfe SPD-Kritik am Wechsel Scherers zur AOK

Wegen seines Wechsels in den Vorstand der AOK Berlin gerät Gesundheits-Staatssekretär Günter Scherer (CDU) weiter unter Druck. Als "unglaublich" bezeichnete der SPD-Abgeordnete Reinhard Roß das Verhalten Scherers, der in Verhandlungen zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen um Betten- und Stellenabbau offenbar seit Monaten nicht mehr unabhängig Landesinteressen vertrete. "Unsaubere Interessenverquickung" hatten zuvor bereits der Grünen-Abgeordnete Bernd Köppl und Klinikchefs gerügt. Scherer will sein neues Amt im November antreten. Im Juli habe er sich für den Wechsel entschieden, dies jedoch bis zur offiziellen Wahl am vergangenen Montag nur engsten Vertrauten mitgeteilt. Noch Anfang September setzte Scherer gegen Bedenken der elf städtischen Kliniken durch, dass die Häuser den Krankenkassen im Jahr 1999 zusätzlich 50 Millionen Mark als "Liquiditätshilfe" geben müssen. Roß: "Das ist wohl Scherers Eintrittsgeld bei der AOK".

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