Berlin : Schatz macht Schule

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Die Violine spielt ein bisschen zu schnell, die Pauke dröhnt zu laut. Bei den Proben des Jugendorchesters Charlottenburg klappt noch nicht alles perfekt. Trotzdem ist Schauspieler HansJürgen Schatz zufrieden. „Hier steht mehr der Gedanke im Vordergrund, voneinander zu lernen“, sagt er. „Perfektion ist zweitrangig.“ Zusammen mit den 50 Jugendlichen zwischen 13 und 24 Jahren probt er Prokofieffs „Peter und der Wolf“ und „Paddington Bärs erstes Konzert“ von Herbert Chappell. Am 9. Oktober um 16 Uhr treten sie im Großen Konzertsaal der Universität der Künste auf. Während Schatz die Texte ließt, stellen die Instrumente einen Urwald akkustisch dar oder untermalen die spannungsgeladene Atmosphäre, als der Bär Paddington in London in ein Taxi steigt. Die Idee zu der Koproduktion zwischen dem Amateurorchester und dem Profi-Schauspieler kam von Bürgermeisterin Monika Thiemen anlässlich der 300-Jahr- Feier Charlottenburgs. „Kultur sind für mich nicht nur die drei Opernhäuser Berlins“, sagt Schatz. „Sie fängt schon in der Schule an.“ Daher tritt er ohne Gage auf und der Erlös des Konzerts geht als Spende an die Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Karten für das Familienkonzert kosten 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro. jj

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