Schienenverkehr : DGB warnt vor Folgen der Kürzungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet negative Folgen für Berlin-Brandenburg wegen der Kürzung der Bundeszuschüsse für den regionalen Bahnverkehr. Arbeitsplätze seien gefährdet.

Potsdam - In der Hauptstadtregion seien hunderttausende Pendler auf preisgünstige und verlässliche Mobilitätsangebote angewiesen, sagte der DGB-Landesbezirksvorsitzende Dieter Scholz. Auch Firmen benötigten eine intakte Infrastruktur und eine effiziente Verkehrsanbindung. Eine Ausdünnung des regionalen Schienenverkehrs gefährde Arbeitsplätze. Scholz forderte, die Kürzungsvorschläge im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu überprüfen. Erforderlich sei ein integriertes und zukunftsweisendes Verkehrskonzept mit einer herausragenden Rolle des ÖPNV.

Dem Land Brandenburg fehlen von 2007 bis 2010 durch Kürzungen der Regionalisierungsmittel des Bundes 142 Millionen Euro. Laut einem Konzept des Infrastrukturministeriums kann ein Großteil der Summe durch Umschichtungen im Landeshaushalt ausgeglichen werden. Allerdings stehen auch Streckenstilllegungen und Taktreduzierungen im Wert von rund zehn Millionen Euro pro Jahr an. Dem Konzept muss der Landtag noch zustimmen. (tso/ddp)

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