Berlin : Schimpfworte und falsche Notrufe Jugendliche drangsalieren Polizei in Schöneberg

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In Schöneberg wappnet sich die Polizei gegen mögliche Angriffe in der Silvesternacht. Seit einigen Wochen halten arabische und türkische Jugendliche die Beamten mit fingierten Notrufmeldungen auf Trab. Trifft die Polizei am angeblichen Einsatzort ein, wird sie beschimpft. „Wir haben gehört, dass man uns Silvester möglicherweise ein paar Böller unter die Sohle werfen will“, sagt Polizeidirektor Peter Glaser vom zuständigen Abschnitt 41: „Die wollen uns ärgern.“

„Die“, das sind etwa 40 Halbwüchsige, meistens 14 bis 17 Jahre alt, darunter viele Angehörige von bekannten libanesischen Clans, die wegen ihrer Brutalität und Kriminalität gefürchtet sind. Die türkischlibanesische Gang verbreitet laut Polizei seit Jahren Schrecken in dem Viertel rund um Steinmetzstraße und Alvenslebenstraße. So ist das Café PositHIV, ein Projekt der Berliner Aids-Hilfe, wie berichtet vor einem Jahr aus der Alvenslebenstraße weggezogen – wegen ständiger Pöbeleien und wiederholter Attacken der ausländischen Jugendgruppen auf Homosexuelle.

Der neue Ärger hatte im Oktober mit einer Festnahme eines Heranwachsenden begonnen, der bei einer Kontrolle den Pass eines Bekannten vorgezeigt hatte, gegen den Haftbefehl vorlag. Das flog auf, die Polizei schrieb eine Anzeige. An dem Tag flogen einige Flaschen und Feuerzeuge auf Polizisten, danach begannen „schlagartig“, so Polizeidirektor Glaser, die Anrufe beim Notruf 110. Bislang waren es etwa 50, bei zwölf Jugendlichen stellte die Polizei bereits die Mobiltelefone sicher. „Körperliche Angriffe gab es nicht“, betont Glaser, nur verbale Attacken. In der Silvesternacht werde man aber auf Nummer sicher gehen.

Insgesamt ist die Zahl der Angriffe, bei denen Berliner Polizisten verletzt wurden, von knapp 1000 im Jahr 1997 auf 1602 im Jahr 2003 gestiegen. Tätverdächtige sind nach Polizeiangaben überwiegend junge Ausländer. Ha

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