Schlägerei : Vierzig gegen zwei

Nur der Einsatz von 20 Polizisten konnte gestern Nachmittag Angriffe aus einer aufgebrachten Gruppe von 40 bis 50 Personen heraus auf einen 34-jährigen Mann und eine 20-jährige Frau im Ortsteil Gesundbrunnen verhindern.

Berlin - Die beiden Deutschen waren zuvor gegen 15 Uhr auf dem Gehweg der Badstraße vor einem Supermarkt mit zwei 24-jährigen Türkinnen aus noch unbekannter Ursache in Streit geraten. Während der anschließenden Auseinandersetzung, bei der abwechselnd mit Handtaschen und Händen geschlagen worden sein soll, kamen immer mehr Passanten und Schaulustige hinzu.

Etwa 40 bis 50 Personen, vorwiegend türkische Männer, solidarisierten sich mit den türkischen Frauen. Noch bevor sich der 34-Jährige und die 20-Jährige in den Supermarkt retten konnten, wurden sie von drei 33, 39 und 43 Jahre alten Männer angegriffen und geschlagen. Erst als sich im Geschäft der 34-Jährige mit einem Besenstiel verteidigte, ließen die Angreifer von ihnen ab.

Den alarmierten Polizisten gelang es nicht, mäßigend auf die Personen einzuwirken. Vielmehr wurden sie, wie auch die weiterhin im Geschäft wartenden Opfer, lautstark und sehr emotional beleidigt und bedroht. Erst nachdem weitere Beamte eintrafen, konnten die Angegriffenen zu einem Einsatzwagen gebracht werden.

Gegen die drei Männer wurden Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs gefertigt. Aus der Personengruppe konnte noch ein 35-jähriger Mann festgenommen werden, der einem Verfahren wegen Landfriedensbruchs entgegen sieht. (tso/ddp)

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