Berlin : Schlangen vor den Geldautomaten

Einzelhandelsverband: Verkaufsoffener Sonntag war wieder ein Erfolg / 1000 Geschäfte beteiligten sich – doch die meisten Kaufhäuser waren geschlossen

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Viele Kardiologen und viele Brandenburger mischten sich gestern unter die Einkaufs-Berliner. Trotz des guten Ausflugswetter waren die Geschäfte, die wegen des Kongresses der 20 000 Herzmediziner am Sonntag öffnen durften gut besucht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Nils Busch-Petersen. Etwa 1000 bis 1500 Läden nutzten die Chance, zwischen 12 und 17 Uhr zu öffnen. „In diesen fünf Stunden werden die Geschäfte etwa den gleichen Umsatz erzielen, wie an einem langen Werktag, sagte Busch-Petersen.

Am Nachmittag um 14 Uhr waren die Potsdamer-Platz-Arkaden gut besucht; vor der Eisdiele Caffe e Gelato reichte die Schlange wie an heißen Sonnabenden bis zum benachbarten Buchladen, im Imbiss „Asia Pavillon“ war kaum ein Tisch frei. Und das Management der Arkaden gibt sich Mühe, ein echter Pianist unterhielt die Einkaufsbummler mit Schlagern wie dem „Schwalbenlied“ am Flügel.

Richtig eingekauft wurde auch, das zeigten die Schlangen vor den Ladenkassen; in der Parfümerie Douglas drängelten sich zu gleicher Zeit bis zu 40 Kunden im Laden – viele verließen das Geschäft mit einer Tüte. Und noch ein Indiz für den Erfolg des verkaufsoffenen Sonntags: An den Geldautomaten war der Andrang stark.

Genutzt wurde der Sonntagsverkauf vor allem in Einkaufszentren wie den Potsdamer-Platz-Arkaden. Große Kaufhäuser hatten dagegen meist geschlossen, „weil dort die Betriebsräte mauern“, wie Busch-Petersen beklagte.

Der nächste Sonntagsverkauf ist für den 28. September geplant – denn dann ist Marathon-Tag. Ha

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