Berlin : Schlechte Note für Bildung in Berlin Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft

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Abgeschlagen auf Rang 15 landeten Berliner Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Uni in der Vergleichsstudie „Bildungsmonitor“ des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft. In Zusammenarbeit mit der arbeitgebernahen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ wurden alle 16 Bundesländer auf Qualität und Ausgestaltung ihrer Bildungssysteme untersucht. Das wollte die Berliner CDU genauer wissen und lud die Wissenschaftler zur Veranstaltungsreihe „Forum Schulpolitik“ ins Abgeordnetenhaus ein.

An der Spitze des Vergleichs liegen die südlichen Bundesländer Bayern und BadenWürttemberg, so die Autoren Axel Plünnecke und Oliver Stettes. Sachsen-Anhalt, Berlin und Bremen sind die Schlusslichter. Die leeren Kassen der Hauptstadt wirken sich auf das Bildungssystem aus: An Berlin wurden vor allem die geringen Bildungsausgaben und der ineffiziente Einsatz der Finanzmittel kritisiert. So liegen die Bildungsausgaben je Schüler im Verhältnis zu den öffentlichen Gesamtausgaben pro Einwohner deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Besonders schlecht ist die Finanzausstattung der Grundschulen.

Weiterer Grund für das schlechte Abschneiden Berlins ist die mangelnde Qualität in der beruflichen Bildung. In Berlin werden bundesweit die meisten Ausbildungen vorzeitig abgebrochen, die Durchfallquote bei Abschlussprüfungen ist am höchsten. Auch bei weiterführenden Schulen wurde die hohe Abbrecherquote bemängelt. Außerdem gingen in Berlin drei von vier Lehrern wegen Berufsunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand, bundesweit war es jeder zweite.

Ein Lichtblick: In der Hochschulbildung steht Berlin auf Rang sechs. Die Universitäten haben eine hohe Attraktivität und gute internationale Beziehungen. Noch ein Pluspunkt: Der Anteil der Schüler in Ganztagesschulen liegt mit 20 Prozent so hoch wie in kaum einem anderen Bundesland. Auch beim Betreuungsverhältnis im Kindergarten liegt Berlin weit über dem Durchschnitt. ffa

Die Studie im Internet:

www.chancefueralle.de

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