Schloss Biesdorf : Ein Dach für das Juwel von Biesdorf

Das spätklassizistische Schloss Biesdorf, das im Krieg zerstört wurde, soll bis 2012 komplett saniert sein. Dach und Obergeschoss werden bis dahin wieder hergestellt, die Restaurierung der Fassade und des Turmes wurde bereits im Juni 2007 fertiggestellt.

Tina Gebler

 „Wir wollen eine Kulturstätte von übernationaler Bedeutung schaffen“, sagt Stephan Richter (SPD), Bezirksstadtrat für Bildung, Kultur und Immobilien. Das Schloss wird seit 2002 als Ost-West-Begegnungsstätte genutzt. Diese Funktion solle nun auch in künstlerischer Hinsicht ausgeweitet werden. In der Galerie Bilderstreit solle gezeigt werden, „was geschieht, wenn der Staat Kunst beauftragt“. Die Werke würden aus dem Depot Beeskow im Landkreis Oder-Spree stammen, das 23 000 Objekte aus dem ehemaligen Besitz der Massenorganisationen und der Parteien archiviert. „Da Beeskow nicht die Flächen hat, die Werke zu präsentieren, wollen wir sie zeigen“, sagt Richter. Hinzu kämen Werke, die zur selben Zeit in der Bundesrepublik entstanden sind. „Der Besucher soll Vergleiche ziehen können.“

Insgesamt würden sich die Baukosten für das Juwel von Biesdorf auf 8,6 Millionen Euro belaufen. 3,5 Millionen habe die Stiftung Deutsche Klassenlotterie zugesagt, 250 000 Euro steuere der Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu. 3,75 Millionen Euro würden sie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beantragen. Richter rechnet fest mit einer Zusage des Antrags. Zusammen macht das 7,5 Millionen Euro. Richter hofft darauf, dass diese Summe für das Bauvorhaben ausreicht, da der Bezirk die Stiftung Denkmalschutz Berlin als Bauherr gewinnen konnte und diese umsatzsteuerfrei bauen könne. Die Restaurierung des Strandbades Wannsee sei ebenfalls im Auftrag der Stiftung erfolgt. „Da hat die Finanzierung so funktioniert.“ Tina Gebler

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