Interview : Wilhelm von Boddien: „Wir sind zu hundert Prozent am Ziel“

Wilhelm von Boddien machte einst mit seiner Schloss-Simulation aus Baugerüsten und kunstvoll bemalten Planen von sich reden. Er ist heute Geschäftsführer des 1992 gegründeten Fördervereins Berliner Schloss und will 80 Millionen Euro für die Fassade sammeln.

Herr von Boddien, könnten Sie jetzt feiern?



Nein, noch sind wir mitten in der Arbeit. Aber es ist der glücklichste Tag seit 16 Jahren.

Sie fühlen sich also bestätigt?

Ja. Wir sind, was die Bausubstanz des Humboldt-Forums betrifft, die historischen Fassaden, zu 100 Prozent am Ziel. Im Inneren des Gebäudes muss noch einiges geklärt werden. Etwa bei den Treppenhäusern im Schlüterhof.

Hatten Sie Sorgen vor der Entscheidung?

Nein. Aber ich war überrascht über die einhellige Zustimmung im Preisgericht. Über das Fair Play untereinander.

Was ist jetzt zu tun?

Anfang des Jahres wird die Bundesstiftung aus der Taufe gehoben, die die Bauherrenfunktion übernimmt.

Der Förderverein macht weiter?

Jetzt geht es richtig los.

Haben Sie nicht doch allen Grund, die Korken knallen zu lassen?

Es gibt Grund zum Feiern. Aber in aller Bescheidenheit. Ich freue mich, wenn mein Herz voll ist. Das ist besser, als Schampus in sich hineinzuschütten.

Das Gespräch führte Christian van Lessen

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