Museen Dahlem : Nach Auszug der Sammlungen soll die FU einziehen

Die Sammlungen der staatlichen Museen in Dahlem ziehen in das für 2010 geplante Humboldtforum am Schlossplatz in Berlin-Mitte. Die leerstehenden Gebäude sollen dann der Freien Universität Berlin zur Verfügung stehen.

BerlinMit der Integration des Museums für außereuropäische Kulturen in das Humboldt-Forum werden die außereuropäischen Sammlungen der staatlichen Museen zu Berlin, die derzeit noch in Dahlem beheimatet sind, umziehen. Die dann leerstehenden Gebäude soll voraussichtlich die Freie Universität übernehmen, erklärte Klaus Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in einem Interview. Er sei bereits mit FU-Präsident Dieter Lentzen im Gespräch. "Wenn wir hier ausziehen, hätte die FU die Chance, eine Campus-Universität zu werden", so Lehmann weiter.

Lehmann, der maßgeblichen Anteil an der Idee zum Humboldtforum hatte, erläutert die Pläne für die räumliche Gestaltung des Ortes, an dem sich Wissenschaft, Kunst und Kultur vereinen sollen. In der so genannten Agora, der Eingangshalle, sollen außereuropäische Musik, Theater und Film untergebracht sein. Außerdem soll der Besucher von diesem Punkt aus selbst entscheiden können, wohin seine Reise fernab der abendländischen Kultur gehen wird. Hinzukommmen werden Ausstellungen über Emigration, Religion und Mega-Städte. Auch zeitgenössische Kunst wolle Klaus Dieter Lehmann, der ebenfalls Präsident des Goethe Instituts ist, zeigen. Im nächsten Frühjahr übergibt Lehmann sein Amt an Nachfolger Herrmann Parzinger. Das Humboldtforum werde sein Abschiedsgeschenk sein.

Mit dem Bau des 480 Millionen Euro teuren Humboldt-Forums soll aller Voraussicht nach im Jahr 2010 begonnen werden. Die Eröffnung ist für 2013 geplant. Es wird, abgesehen von den außereuropäischen Sammlungen in Dahlem, noch die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität und Teile der Berliner Stadtbibliothek aufnehmen. (nal)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben