Palast-Abriss : Schlossplatz bleibt länger Schrottplatz

Die mit Schutt und Metallteilen übersäte Palast-Baustelle würden Stadtplaner am liebsten vor Touristen verstecken. Doch das Ende des Schrottplatz-Ambientes auf dem Schlossplatz verzögert sich weiter.

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Palast-Ruine -Foto: ddp

BerlinDer Abriss des Palastes der Republik verzögert sich weiter und wird noch teurer. Sie gehe davon aus, dass der Abriss erst "im Februar 2009" beendet sein werde, sagte die Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung, Petra Rohland, der "Berliner Zeitung". Grund dafür seien immer neue Asbestfunde in dem Gebäude.

Der Abbruch des Hauses wird sich durch die neuen Verzögerungen nach Angaben des Blattes um insgesamt fast zwei Jahre verlängern. Zu den ursprünglich veranschlagten Kosten von zwölf Millionen Euro für den Abriss und die anschließende Begrünung der Freifläche kämen durch die Asbestfunde 20 Millionen Euro an Mehrkosten hinzu.

Das Land Berlin muss für die zusätzlichen Ausgaben jedoch nicht aufkommen. Sie werden vom Bund getragen, dem der Palast der Republik gehört. Er hatte auch die Asbestbeseitigung von 1998 bis 2003 im Palast bezahlt. Die Kosten beliefen sich auf rund 80 Millionen Euro, das war fast doppelt so viel wie geplant. (ho/ddp)

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