Studie : Ostdeutsche wollen das Stadtschloss nicht

Verschwendete Steuergelder - so lautet offenbar die Meinung vieler Ostdeutscher über das geplante Stadtschloss in Berlin-Mitte. In Berlin sieht die Sache allerdings anders aus.

Berlin Der Wiederaufbau des Stadtschlosses in Berlin stößt einer Studie zufolge bei der Mehrheit der Ostdeutschen auf Ablehnung. Nach einer am Montag vorab veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Zeitschrift "Super Illu" sind 68 Prozent der Menschen in den neuen Ländern gegen den Wiederaufbau und halten das Vorhaben für eine Verschwendung von Steuergeldern. 29 Prozent sind für den Wiederaufbau. In Berlin sind 61 Prozent für und 35 Prozent gegen den Neubau. Im Auftrag von "Super Illu" hatte das Institut für Marktforschung Leipzig 1000 Frauen und Männer in den neuen Bundesländern und Berlin befragt.

Der Zuschlag für den Wiederaufbau des Stadtschlosses war in der vergangenen Woche an den italienischen Architekten Francesco Stella gegangen. Das neue Gebäude an der Stelle des abgerissenen Palastes der Republik soll mit 440 Millionen Euro aus Steuermitteln finanziert werden. Das in Jahrhunderten immer wieder umgebaute Berliner Stadtschloss der Kurfürsten von Brandenburg, der späteren Könige von Preußen und Deutscher Kaiser, war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden. 1950 hatte die Regierung der DDR die Ruine abreißen lassen. (saw/dpa)

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