Veruntreuung : Ermittlungen gegen Förderverein Berliner Schloss eingestellt

Der Verdacht der Untreue und Geldwäsche gegen den Förderverein Berliner Schloss hat sich nicht bestätigt. Der Geschäftsführer des Vereins, Wilhelm von Boddien, sieht die Organisation als Opfer einer Negativ-Kampagne.

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Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss: "Man wollte uns diskreditieren." -Foto: dpa

BerlinDie Untersuchungen der Staatsanwaltschaft hätten keinen Anfangsverdacht ergeben, teilte ein Justizsprecher am Freitag mit. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, dass derzeit geprüft werde, ob ein Anfangsverdacht gegen den Förderverein bestehe. Der Berliner Architekt Philipp Oswalt sowie zwei ehemalige Vereinsmitglieder hätten jeweils eine Strafanzeige gestellt, hieß es weiter.

Der Geschäftsführer des Fördervereins, Wilhelm von Boddien, bestätigte, dass gegen die Organisation zwei Strafanzeigen wegen Untreue mit fast gleichlautendem Inhalt - eine durch Oswalt - erstattet wurden. Die zweite Anzeige sei durch einen Rechtsanwalt erfolgt, mit dem erhärteten Vorwurf der Geldwäsche.

Nach Ermittlungen keine Anhaltspunkte

"Der Aufhänger des Vorwurfs der Geldwäsche war, dass wir eine Spende in Höhe von 700.000 Euro von einem anonymen Spender entgegen genommen haben", sagte Boddien. Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben des Fördervereins die Ermittlungen eingestellt, da die vorgetragenen Sachverhalte "keine tatsächlichen Anhaltspunkte" liefern, die die Aufnahme von Ermittlungen rechtfertigen.

Von Boddien vertritt die Auffassung, dass Architekt Oswalt den Verein seit Anfang 2006 mit einer "Kampagne" überzog, die offensichtlich "das Ziel hatte, uns zu diskreditieren". Die Strafanzeigen betrachtet er als "Teil dieser Kampagne". (jar/ddp)

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