Berlin : Schlussrunde bei der Kür des Polizeichefs

Kritik an Besetzung der Auswahlkommission

Jörn Hasselmann
Foto: Fabian Matzerath/dapd
Foto: Fabian Matzerath/dapdFoto: ddp

Die beiden Kandidaten für das Amt des Polizeipräsidenten müssen sich am Dienstag den Fragen der Auswahlkommission stellen. Der von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) favorisierte frühere Bundesgrenzschützer Udo Hansen muss um 15 Uhr antreten, der Berliner Polizeidirektor Klaus Keese um 17 Uhr. Mit diesen 90-minütigen Gesprächen soll der Nachfolger des Ende Mai ausgeschiedenen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch bestimmt werden. Wann die Innenverwaltung ihre Entscheidung verkünden wird, ist noch unklar. Die Besetzung der Auswahlkommission stößt bei hochrangigen Beamten auf massive Kritik: „Sie ist nur dazu da, Hansen durchzusetzen“, hieß es. Obwohl Körting vor Monaten angekündigt hatte, dass die Kommission „neutral“ besetzt werden solle, ist unter den vier Personen auch Körtings Staatssekretär Ulrich Freise. Zudem sitzt dort ein ehemaliger Grenzschützer, der spätere BKA-Präsident Ulrich Kersten. Geleitet wird die Kommission von Heidrun Thorke von der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen (DGP). Die DGP arbeitet seit längerem für die Innenverwaltung. Zweite Frau ist die Bremer Innenstaatssekretärin Karen Buse (SPD). Seit Anfang Juni leitet Margarete Koppers kommissarisch die Polizei.

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