Berlin : Schmargendorf stundenlang im Stress Erst Montagnachmittag wurde Bombe entschärft

Aufmarsch. Polizeifahrzeuge rückten vor der großflächigen Evakuierung des Fundortes in langen Reihen an. Foto: dpa
Aufmarsch. Polizeifahrzeuge rückten vor der großflächigen Evakuierung des Fundortes in langen Reihen an. Foto: dpaFoto: dpa

Es hat zwar viel länger gedauert, als von der Polizei gedacht – aber nach sechs Stunden ging am Ende dann doch noch alles gut. Um kurz nach 15 Uhr haben Sprengexperten die beiden Zünder der 500 Kilogramm schweren russischen Fliegerbombe getrennt, die am vergangenen Donnerstag bei Bauarbeiten an der Hubertusallee 54 in Schmargendorf gefunden worden war. Sie schnitten die Aufschlagzünder mit einem 2800 Bar starken Druckwasserstrahl heraus. Danach wurde der Blindgänger zum Sprengplatz im Grunewald abtransportiert.

Da sich im 400-Meter-Sperrkreis um den Fundort etliche Alten- und Pflegeheime, Schulen, Kitas und die Botschaft Israels befinden, musste das Gebiet bereits ab Montag früh geräumt werden. Dies zog sich stundenlang hin. Polizeiteams klingelten an den Haustüren, um sicherzugehen, dass die Anwohner ihre Wohnungen verlassen hatten. Diese waren gleich nach dem Fund über die notwendige Evakuierung ihrer Häuser informiert worden. Zugleich suchten Polizei und Bezirk nach vorübergehenden Notunterkünften. Bis das alles übers Wochenende organisiert war, bewachten Polizeibeamte die Bombe.

Schließlich mussten aber nur einige ältere Menschen sowie die Bewohner eines Heimes für Demenzkranke in der Hildegard-Wegscheider-Schule untergebracht werden. Die meisten der mehr als 2000 betroffenen Anwohner waren während der Entschärfung auf der Arbeit, die Kitas unternahmen spontan Ausflüge, die Schulen standen wegen der Ferien sowieso leer, und viele Betroffene hatten sich schon selbst Ersatzunterkünfte gesucht. sk/tabu

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