Berlin : Schmittwill als CDU-Chef in Brüssel bleiben EU-Abgeordneter sieht darin kein Problem

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Der designierte CDULandesvorsitzende und Europaabgeordnete Ingo Schmitt will trotz seines neuen Parteiamts „in jedem Fall“ Europaabgeordneter bleiben. Ein Problem sehe er darin nicht. „Ich bin drei Tage in der Woche in Brüssel und vier Tage in Berlin.“ Zudem gebe es moderne Kommunikationsmittel. Die Berliner CDU werde für die Abgeordnetenhauswahlen einen Spitzenkandidaten holen, der nicht aus dem Landesverband der Partei kommt. Darauf jedenfalls legte sich Schmitt gestern erstmals fest: „Dass wir einen Kandidaten von außen holen, verbinde ich mit meiner Kandidatur.“ Es habe bereits erste Gespräche gegeben.

In der Partei wurde zuletzt vor allem Klaus Töpfer als Möglichkeit genannt. Ob er zur Verfügung stünde, ist aber völlig unklar. Töpfer leitet derzeit die Umweltbehörde der Vereinten Nationen in Nairobi. Schmitt wollte sich zu Namen nicht äußern, sagte aber: „Aus der gegenwärtigen Politik kommen aus verschiedenen Gründen nicht allzu viele Kandidaten in Frage. Ich könnte mit durchaus einen Hochkaräter aus der Wirtschaft oder der Kulturpolitik vorstellen.“ Bis Ende des Jahres wolle man sich Zeit geben. Eine eigene Kandidatur schloss Schmitt aus: „Das ist definitiv kein Thema.“

Dass Schmitt auf dem Landesparteitag am 28. Mai zum Vorsitzenden gewählt wird, gilt in der Partei als sicher. Die Chefs aller zwölf Kreisverbände haben sich am Freitag einstimmig für ihn als Nachfolger Joachim Zellers ausgesprochen. Nicolas Zimmer, Unionsfraktionschef im Abgeordnetenhaus, zog seine Kandidatur zurück. Schmitt will Zeller als Stellvertreter gewinnen. Auf Nachfrage des Tagesspiegel sagte Zeller, er werde „in den nächsten zwei bis drei Tagen“ entscheiden, ob er dafür zur Verfügung stehe. mne

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