Berlin : Schnäppchen: Wer will Juhnkes Villa kaufen?

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Der Spartrick ist clever, funktioniert allerdings nur bei Prominenten: Statt über Immobilien-Anzeigen hat Entertainer Harald Juhnke jetzt durch Hinweise an die Presse bekannt gegeben, dass seine Grunewalder Villa an der Lassenstraße 1 / Ecke Koenigsallee für 3,75 Millionen Mark zum Verkauf steht. Das spart die Kosten für Anzeigen in der Zeitung. Als Makler fungieren sein Manager Peter Wolf und dessen Geschäftspartner David Heinze, was weitere Kosten spart - auch für den Käufer, der keine Provision zahlen muss.

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Die weiße Villa hat sieben Zimmer in drei Etagen (insgesamt 300 Quadratmeter), einen parkähnlichen Garten (1360 Quadratmeter) sowie ein kleines Nebengebäude mit Wohn- und Schlafzimmer. Dort wohnte bisher Juhnkes 28-jähriger Sohn Oliver. Das Anwesen wurde Harald Juhnke nun zu groß. Außerdem fiel ihm das Treppensteigen schwer. Nach seinem Krankenhausaufenthalt wegen Herzrhythmusstörungen ist der 71-Jährige voraussichtlich noch bis zum 10. März in einer Rehabilitationsklinik. An der Griegstraße, nur wenige hundert Meter von der Villa entfernt, mietete er für sich, seine Frau Susanne und seinen Sohn eine Parterre-Wohnung mit 240 Quadratmetern.

Für das Gebäude an der Lassenstraße "gibt es schon Interessenten ohne Ende", berichtete David Heinze gestern. Der Mitbetreiber der Künstleragentur "Lobo Media" war früher selbst im Immobiliengeschäft tätig und traut sich deshalb die nötige Sachkenntnis zu. Die Villa stammt aus den 30er Jahren, steht aber nicht unter Denkmalschutz. Die Familie Juhnke hatte das Haus vor mehr als 20 Jahren erworben. Im oberen Geschoss liegen drei Schlafzimmer, die Badezimmer wurden bei einer Modernisierung mit grauen Marmorkacheln versehen. Das Erdgeschoss bietet unter anderem ein "Herrenzimmer", eine Hausbar, ein Esszimmer und einen Wintergarten. Vor einer überdachten Terrasse wurde ein zehn mal fünf Meter großer, beheizbarer Swimming-Pool angelegt.

Direkt gegenüber gibt es einen kleinen öffentlichen Park am Koenigssee. Die Grunewalder Umgebung ist bekanntlich ein vornehmes Villenviertel, in dem auch Botschaften und Botschafter-Residenzen sowie das Senatsgästehaus liegen. In der Lassenstraße selbst residiert die diplomatische Vertretung Polens.

Andenken an den Entertainer werden Interessenten kaum noch vorfinden. Die Familie hat die Möbel mitgenommen.

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