Berlin : Schneller als Boris und Steffi

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Was die Uni Wien in drei Jahren nicht fertig brachte, war für die Tüftler in China offenbar kein Problem. Endlich hatte der Tennislehrer Benno Witting, was er wollte: einen 40 Gramm leichten Schaumstoffball, der fast genauso fliegt wie ein Tennisball. Dazu noch normale Tennisschläger mit etwas kürzeren Griffen, ein transportables Netz und Linien aus Kunststoff – fertig ist Speedtennis. „Wir wollen Speedtennis als weltweiten Breitensport aufbauen“, sagt Witting. Deshalb reist der Tiroler nun schon seit einigen Jahren durch Europa und stellt seine Erfindung vor - an diesem Wochenende auch in Berlin.

Spielen kann man Speedtennis auf jedem Untergrund, auf Asphalt, Sand oder Gras. Die 2,50 Meter breiten und 7,50 Meter langen Felder sehen aus wie Kleinfeldplätze für Kinder. Aber im Gegensatz zum Tennis sei Speedtennis in zehn Minuten erlernbar. Und das Wichtigste: die Schlagtechnik ist dieselbe. Daher ist Speedtennis auch „das beste Trainingsmittel für Tennis, das es gibt“, schwärmt der Erfinder.

Heute kann die neue Sportart im Kienhorstpark an der Ollenhauerstraße 64e gespielt werden. Dort sind anlässlich eines Jugendtennis-Turniers, des 4. Internationalen Ferienpokals, mehrere Speedtennis-Plätze aufgebaut. Von 10 Uhr an kann dort kostenlos gespielt werden, Schläger und Bälle stehen zur Verfügung.

Wer Lust hat, kann dann gleich bei der ersten BFC Alemannia Berlin–Speed-Open mitmachen. Ab 13 Uhr geht es los. Es gibt nur eine Klasse für alle, und dem Tagessiegern Pokale und Preise. „Man muss nur gute Laune und Spaß mitbringen“, sagt Theo Siemes, der Pressesprecher des BFC Alemannia. Der Verein will im nächsten Jahr eine eigene Speedtennis-Abteilung gründen. Denn „Speedtennis ist keine Spielform, um Kinder an Tennis heranzuführen“, betont Siemes, „sondern eine eigene Sportart. Jörg Petrasch

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