Berlin : Schöne Männer

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VON TAG ZU TAG

Werner van Bebber freut sich über alle, die Brad Pitt zum Trotz baden gehen

Nur eine sture kleine Minderheit von Männern Anfang 40 stimmt der These nicht zu, dass Brad Pitt der schönste Mann der Welt ist. Daran kann kein Zweifel mehr bestehen, seitdem Troja-Regisseur Wolfgang Petersen bestätigt hat, dass an Brad Pitt alle Muskeln echt sind. Die Behauptung, seine Beine hätten für „Troja“ mangels Muskelmasse gedoubelt werden müssen, war bloß üble Nachrede von Leuten, die vor Eifersucht lodern, wenn ihre Begleiterinnen bei Brad-Pitt-Abbildungen ganz unsicher auf den Beinen werden. Schönheit, man muss es wohl zugeben, gilt vielen mehr als innere Werte.

Um so mutiger wirken die Berliner Männer, die auf der übernächsten Seite beim Anbaden in der Spree zu sehen sind. Bei wirklich miserablen Temperaturen haben sie sich in die große Wanne in der Spree begeben, bekleidet mit lässigen Schwimmhosen und ansonsten so, wie die Natur und die Zivilisation sie geschaffen haben. Man sieht, wohin es führt, wenn man als Mann eher den Kugelschreiber als ein schweres Schwert bewegt – zu einer gewissen Zartheit der Schulter- und Rückenpartie. Die anbadenden Berliner Jungs haben sich trotzdem enthüllt, haben ihren Spaß im Spree-Bad gehabt und Brad Pitt schön sein lassen. Er ist bald wieder weg, sie aber bleiben hier, am Anfang des Berliner Sommers, der das Wasser so aufwärmen wird, dass man untertauchen kann.

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