Berlin : Schöneberg: Rück-Kupplung

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Die U-Bahnstation Nollendorfplatz in Schöneberg ist nicht gerade eine Perle der Bahnhofsarchitektur. Ursprünglich war das ganz anders, aber es reichte 1955 bei der fast völlig kriegszerstörten, provisorisch reparierten Station eben nur zu einem schlichten Neubau. Das soll sich zum 100. Geburtstag der U-Bahn im kommenden Jahr ändern. Die BVG, so berichtet Uwe Kutscher, Leiter der Bauabteilung, will dem Bahnhof im Zuge der Sanierung ab November eine neue Kuppel verpassen, 15 Meter im Durchmesser, ebenso viele in der Höhe, etwa von gleichen Maßen wie das Original, in der Form moderner. Nachts wird sie angestrahlt, und jetzt fehlte nur noch der ursprüngliche Stadtpark um das Gebäude herum, aber dafür wäre der Bezirk zuständig. Das Geld für Sanierung und Kuppel - sie wird um 500 000 Mark kosten - soll überwiegend durch Werbung auf Bauplanen reinkommen, bei der Station Wittenbergplatz gibt es dafür schon eine Menge Interessenten. Dort wird die Fassade aufgefrischt und das Dach saniert, ähnliche Jubiläumsarbeiten sind am U-Bahnhof Bülowstraße geplant. Die größten Baumaßnahmen gibt es aber am Nollendorfplatz. Manches ist dort schon geschehen, an den unteren Bahnsteigen vor allem, auch die lange verschlossene Ehrenrotunde für die im 1. Weltkrieg gefallenen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe wurde wieder geöffnet. Geplant hatten den Hochbahnhof die Berliner Architekten Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein, die sich an Pavillons von Gustave Eiffel zur Pariser Weltausstellung 1878 orientierten. Das eigentliche U-Bahn-Jubiläum ist am 18. Februar, dem Tag, als vor 100 Jahren die Strecke vom Ostbahnhof zum Potsdamer Platz eröffnet wurde. Die Strecke mit der Station Nollendorfplatz folgte am 11. März.

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