Berlin : Schöner Wohnen für Kreative

Wie ein Galerist aus Mitte junge Künstler in die Stadt lockt

Laura Platt

Die Hauptstadt attraktiver zu machen, dass versucht derzeit nicht nur Berlins Tourismusbranche. Auch für ausländische Künstler soll Berlin von jetzt an spannend werden. Zumindest wenn es nach Cai Wagner geht, Direktor der Galerie SPHN in Mitte. Und deshalb stellt er jungen Künstlern aus aller Welt jeweils für einen Monat eine Wohnung samt Atelier im Prenzlauer Berg zur Verfügung – kostenlos. „Artists-in-Residence-Programm“ hat Wagner seine Mitwohnzentrale für Kreative genannt.

Anfang September ist der erste junge Künstler in die Wohnung am Prenzlauer Berg eingezogen. Santeri Tuori ist Finne, arbeitet mit Fotografie und Videoinstallationen. Seine Videoinstallation „Red T-Shirt“ wird Tuori Anfang Oktober bei der internationalen Messe „Art Forum Berlin“ ausstellen. Das „Artists-in-Residence-Programm“ ist eine Chance für junge Künstler, aber auch eine Chance für Wagner. Denn so kann er junge Talente früh an seine Galerie binden. „Die Künstler sollen nicht nur Berlin, sondern auch unsere Galerie lieben lernen“, sagt er.

Bei Tuori hat das offenbar funktioniert. Seine Unterkunft im Prenzlauer Berg findet er prima. Das Atelier gebe ihm den nötigen Freiraum zum Arbeiten, sagt er. Und die Stadt sei einfach großartig. So großartig, dass er 2004 wiederkommen will, um seine Arbeiten auszustellen – natürlich bei der Galerie SPHN.

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