Schöneweide : Senat: Bau-Mittel für „Ernst Busch“ sicher

Der Neubau für die Schauspielschule "Ernst Busch" verzögert sich ein weiteres Jahr. Die Pläne seien jedoch nicht gescheitert, betont der Senat.

Die Bauarbeiten für das neue Domizil der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ an der Chausseestraße in Berlin-Mitte sollen Herbst 2011 beginnen. Wie ein Sprecher der Wissenschaftsverwaltung am Donnerstag sagte, wird in diesem Jahr der entsprechende Architekturwettbewerb anlaufen. Nach einem Beschluss des Senats vom Juni 2009 sollten ursprünglich bereits 2010 die Baumaßnahmen beginnen. Die Schule ist derzeit an mehreren Standorten untergebracht, ihr Hauptsitz in Schöneweide gilt als baufällig und asbestverseucht.

Dem Sprecher zufolge sind im aktuellen Doppelhaushalt für 2010 rund 2,5 Millionen Euro für die Schule eingestellt. Für 2011 seien drei Millionen Euro vorgesehen. 2012 stünden rund 27 Millionen Euro für das Bauvorhaben zur Verfügung.

Die Verwaltung reagierte damit auf Medienberichte, wonach sich der mehrfach verschobene Umzug erneut verzögert und im Senat kein Interesse mehr an der traditionsreichen Einrichtung besteht. Dagegen betonte der Sprecher, die Verwaltung arbeite „sehr konkret“ an den Umbau- und Umzugsplänen. Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Oliver Schruoffeneger, forderte vom Senat eine Verpflichtungsermächtigung für einen schnelleren Baustart. Der Neubau sei „dringend notwendig“.

Die Ursprünge der Einrichtung gehen auf Max Reinhardt zurück, der die Schule 1905 für sein Deutsches Theater gründete. Nach Schließung 1944 und Wiedereröffnung 1946 bekam sie 1951 den Status einer Fachschule und bezog ein Bootshaus in Schöneweide. 1971 wurde zusätzlich die Fachrichtung Puppenspiel eingerichtet, 1974 nahm der Fachbereich Regie seine Arbeit auf. Von 1979 bis 1981 verlagerte die Schule ihren Lehrbetrieb nach Marzahn. 1981 erfolgte die Umwandlung zur Hochschule und der Einzug in den heute maroden Neubau in Schöneweide. Benannt ist die Schule nach dem Sänger und Schauspieler Ernst Busch (1900-1980). ddp

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