Berlin : Schon 300 000 Menschen sahen den Ort der Information

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Rund 300 000 Menschen haben in den vergangenen sieben Monaten den unterirdischen „Ort der Information“ beim Holocaust-Mahnmal besucht. Diese Stätte des Gedenkens sei das Herzstück des Denkmals. Ohne die Ausstellung über den Völkermord an den Juden sei das Stelenfeld mit 2711 Betonpfeilern beliebig und austauschbar, sagte gestern der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn. „Der Rückweg ist das Ziel – erst, wenn ich im Ort der Information war, habe ich eine Ahnung, was mir das Denkmal sagen will. Es lebt unterirdisch.“ Korn lobte, dass das Mahnmal zu einem Teil des Berliner Alltags geworden ist, es habe keinen sakralen Charakter. In Sichtweite sei schließlich auch eine Würstchenbude denkbar, man sollte Exzesse vermeiden, aber mit den Dingen großzügig umgehen.

Korn war zur Vorstellung eines weiteren Buchs zum Mahnmal gekommen. Der Hamburger Fotograf Klaus Frahm begleitete mit seiner Kamera drei Jahre lang den Bau des Stelenfeldes von Peter Eisenman und schließlich die dauernde Inbesitznahme durch die Berliner und die Gäste der Stadt, Tag und Nacht.

Der Bildband mit 90 Fotos ist im Nicolai-Verlag erschienen und kostet 29,90 Euro.Lo.

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