Berlin : Schon Schwejk war am Nollendorfplatz

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– so hieß das Metropol am Nollendorfplatz bei seiner Eröffnung 1906. Der von Albert Fröhlich entworfene Bau enthielt ein Theater mit 1108 Plätzen und den ganz mit Mahagoni verkleideten Mozartsaal, der für Konzerte vorgesehen war. Die Gegend um das Theater war damals eine beliebte Amüsiermeile.

Bühnenzeichnungen von George Grosz für eine PiscatorInszenierung des „Braven Soldaten Schwejk“ waren 1928/31 Auslöser eines Gotteslästerungsprozesses gegen Grosz und den Verleger Wieland Herzfelde. Darunter war das berühmte Bild „Christus mit der Gasmaske“. Die Angeklagten wurden freigesprochen.

Weiße Mä use , Stinkbomben, Schlägertrupps – NS-Terror prägte die erste öffentliche Aufführung des Films „Im Westen nichts Neues“ am 6. Dezember 1930 im Mozartsaal. Gauleiter Goebbels organisierte tagelange Proteste gegen den Anti-Kriegsfilm, der nach 1933 – wie auch Remarques Romanvorlage – verboten wurde. ac

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