Berlin : Schon über 4500 Euro für Orazio Giamblanco

Große Resonanz bei Spendenaktion für Opfer rechtsextremer Gewalt

von

Die Leser des Tagesspiegels beteiligen sich auch in diesem Jahr wieder in großer Zahl an der Spendenaktion für den schwerbehinderten Orazio Giamblanco. Schon eine Woche nach dem Aufruf sind 4550 Euro für das Opfer eines rechtsextremen Angriffs eingegangen. Ein Skinhead hatte 1996 in Trebbin (Landkreis Teltow-Fläming) mit seiner Baseballkeule Giamblanco beinahe totgeschlagen. Der Italiener konnte nur knapp gerettet werden, er leidet bis heute unter spastischer Lähmung, Magenproblemen und Depressionen, außerdem kann er kaum noch sprechen. Seit 1997 berichtet der Tagesspiegel jährlich, wie es Giamblanco geht, der mit seiner Lebensgefährtin, der Griechin Angelica Berdes, und ihrer Tochter Efthimia in Bielefeld wohnt. Mühsam pflegen die Frauen Giamblanco. Die finanziellen Verhältnisse sind mäßig.

Der Tagesspiegel setzt die Spendenaktion mit den Vereinen Opferperspektive und Weißer Ring fort. Leser können auf folgende Konten einzahlen: Opferperspektive e. V., Stichwort Orazio, Bank für Sozialwirtschaft, Konto 381 31 00, Bankleitzahl 100 20 500 (für Quittungen bitte die eigene Anschrift auf der Überweisung mitteilen) sowie Weißer Ring e. V., Stichwort Orazio Giamblanco, Deutsche Bank Mainz, Konto 34 34 34, Bankleitzahl 550 700 40. Die Bundesgeschäftsstelle (Weberstraße 16 in 55 130 Mainz) stellt Quittungen aus. Der Tagesspiegel und die beiden Vereine danken allen Spendern.

Auch die Stadt Trebbin sammelt für Giamblanco. Seit Mitte Dezember wurden dort 615 Euro gespendet. Die Stadt hält folgendes Konto bereit: Mittelbrandenburgische Sparkasse, Stichwort Spende für Herrn Giamblanco, Konto 36 47 02 17 40, Bankleitzahl 160 500 00. Im Rathaus kann man telefonisch eine Quittung anfordern: (033731) 8420. Frank Jansen

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben