Berlin : Schonfrist für Horte

Schulkinder können bis zum Ende der vierten Klasse bei freien Trägern bleiben

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Die vom Senat gewünschte Übertragung der Horte an die Schulen soll zeitlich gestreckt werden. Die Spitzenverbände der freien Wohlfahrt einigten sich gestern mit dem Land Berlin auf eine Übergangsfrist: Kinder, die jetzt in den Horten freier Träger betreut oder neu aufgenommen werden, können dort bis Ende der vierten Klasse bleiben. Bisher war vorgesehen, alle Hortplätze bereits bis zum August 2005 an die Schulen zu verlagern. Diese Frist hat sich inzwischen als zu kurz erwiesen: Die freien Träger brauchen Zeit, um sich – wie vom Senat gewünscht – von der Betreuung von Schülern auf die von Kindergartenkindern umzustellen.

Freie Träger, die das nicht wollen, können versuchen, ihr Betreuungsangebot direkt an die Schulen verlagern. Unter welchen Bedingungen dies geschehen wird, soll in einer Kooperations und Finanzierungsvereinbarung festgeschrieben werden, die bis zum 1. Oktober 2004 abgeschlossen werden soll.

Insgesamt geht es um rund 10 000 Hortkinder bei freien Träger. Viele von ihnen sind in Schülerläden untergebracht, die ganz eigene Konzepte entwickelt haben. Inwieweit sie an den Schulen fortgeführt werden können, ist ungewiss. sve

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