Berlin : Schreckensbilder

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Der amerikanische Botschafter Daniel R. Coats war gerade mit einem Journalisten beim Essen, als im vergangenen Jahr die Endlosschleifen mit den Schreckensbildern des 11. September begannen. Fotografien jenseits dieser Schleifen, die jetzt im Martin-Gropius-Bau unter „Here is New York“ ausgestellt sind, hat er sich gestern mit seiner Frau angesehen. Marsha Coats, Frau des Botschafters, erinnerte sich bei dem Rundgang daran, dass sie vor allem Angst um ihren Schwiegersohn hatte, der im Pentagon arbeitete, aber „nur“ sein Büro verlor. Gerade zwei Tage zuvor waren die Coats in Deutschland angekommen. Von den Bildern weiß man nicht recht, ob es nun geistesgegenwärtig oder zynisch ist, wenn die Menschen als erstes ihre Kamera herausnehmen, um sorgfältig Schrecken ins Bild zu setzen. Aber beeindruckend ist es in jedem Fall, und betroffen machte es die beiden auch. So wird nachträglich überhöht, was kaum noch zu überhöhen war, wird ein Film aus der Realität, gut ausgeleuchtet. Denn was auch passierte, das Licht war gut. ded

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