Berlin : Schüler beschuldigen Lehrer

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VE RBOT MIT HINDERNISSEN

Am 17. Juni 2004 beschloss das Abgeordnetenhaus , dass an Schulen generell nicht mehr geraucht werden darf. Die Personalvertretung sah dabei das Mitbestimmungsrecht verletzt und bekam in erster Instanz Recht. Daraufhin wurde das Verbot im Schulgesetz verankert, was das Mitbestimmungsrecht außer Kraft setzte. Das Rauchverbot war damit ab August 2005 verbindlich.

UMFRAGE

Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments Charlottenburg-Wilmersdorf behaupten seit Längerem, dass es immer noch Lehrer gebe, die auf dem Schulgelände rauchten. Es forderte deshalb Bußgeldstrafen – ohne Erfolg. Der Parlamentsvorsitzende und Mitglied der Landesschülervertretung, Jan Hambura , veranlasste daraufhin eine Umfrage zum Rauchverhalten der Lehrer. Gestern teilte er mit, rund die Hälfte der gewählten Schulabgeordneten hätten angegeben, dass Lehrer weiterhin auf dem Gelände rauchten. Die Vorwürfe betreffen bisher 16 Schulen .

REAKTIONEN

Ein Tagesspiegel-Rundruf in einigen der betreffenden Schulen ergab, dass die meisten Schulen die Behauptung ihrer Schüler-Abgeordneten zurückweisen . In einigen Fällen scheint es sich tatsächlich um Missverständnisse zu handeln: Einige Schüler wussten offenbar nicht, dass das Rauchen auf dem Bürgersteig , also vor der Schule sehr wohl erlaubt ist. Zwei Schulen ließen durchblicken, dass die Vorwürfe nicht ganz unbegründet seien. Von Gewerkschaftsseite hieß es, einzelne Rektoren zögen das Verbot vielleicht nicht so konsequent durch, um „Konflikte zu vermeiden“. sve

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