Berlin : Schüler hofften auf Lehrstellen – vergebens

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Rund 5000 Jugendliche haben sich Hoffnung auf eine Lehrstelle gemacht – und wurden enttäuscht. Ihre Schulen hatten sie am Montag zu ihren Arbeitsagenturen geschickt mit dem Hinweis, dass „noch fast 2000 freie Ausbildungsplätze für geeignete und motivierte Schülerinnen und Schüler bereitstehen“. Diese Angabe beruhte jedoch auf einem Irrtum.

„Die Arbeitsagenturen wussten von nichts“, empörte sich gestern Roswitha MätzigWurm, die Verbandsvorsitzende der Lehrer an Wirtschaftschulen. Ihre Schüler seien und „völlig frustriert“ zurückgekehrt. Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur bedauerte das Versehen. Ein Kollege habe die Liste ohne interne Absprache an die Bildungsverwaltung weitergegeben. Es habe sich nur um eine „Momentaufnahme“ gehandelt. Die meisten Stellen seien nicht mehr verfügbar gewesen. „Das ist mehr als ärgerlich“, bedauerte Manfred Roosch, einer der Berater. Einige Schulen hätten aber noch rechtzeitig informiert werden können, sodass nicht alle 5000 angesprochenen Berufsfachschüler gekommen seien.

Die Enttäuschung der Betroffenen ist umso größer, als sie teils schon lange suchen. „Sie hatten neue Bewerbungen geschrieben und neue Passbilder machen lassen“, sagte Mätzig-Wurm. Einige Eltern hätten extra frei genommen, um bei dem Termin dabei zu sein, hieß es aus der Bildungsverwaltung. sve

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