• „Schüler werden an den Pranger gestellt“ Datenschutzbeauftragter kritisiert Regelung zum Schulbuchkauf

Berlin : „Schüler werden an den Pranger gestellt“ Datenschutzbeauftragter kritisiert Regelung zum Schulbuchkauf

-

Berlins Datenschutzbeauftragter Hansjürgen Garstka lehnt es ab, dass Kinder in ihrer Schule Nachweise über ihre soziale Bedürftigkeit vorlegen müssen, um kostenlose Schulbücher zu erhalten. „Schüler werden an den Pranger gestellt“, befürchtet Garstka. Gegenüber dem Tagesspiegel forderte er, dass ein anderes Verfahren entwickelt wird. Vor allem dürfe aus den Nachweisen und Stempeln nicht hervorgehen, welche Art von Hilfen die betreffende Familie bekommt. Er habe diese Forderungen auch gegenüber der Senatsverwaltung für Bildung vorgebracht, jedoch sei es aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen, ein anderes Verfahren zu entwickeln. Für dieses Schuljahr sei „das Kind in den Brunnen gefallen“. Auch die CDU wandte sich gestern gegen die „Stigmatisierung“ der Familien. Der Datenschutz werde in Berlin mit Füßen getreten, meint der CDUInnenexperte Peter Trapp. Beim Bildungssenator zeigte man sich gestern überrascht über die Bedenken Garstkas. sve

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben