Berlin : Schüsse in der Nacht: Wieder krachte es in Kreuzberg

Streit unter Kleinkriminellen – Türke schwer verletzt

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Wieder Schüsse vor einer Kreuzberger Kneipe: Zwei türkische Kleinkriminelle gerieten am Freitag früh im Café „Marmara International“ zunächst verbal aneinander. Um 0.50 Uhr ging der eine kurz vor die Tür, kehrte dann in das fast ausschließlich von Türken frequentierte Lokal zurück, und forderte den anderen Mann auf, ihm vor die Tür zu folgen. Auf dem Gehweg feuerte er ihm dann nach Polizeiangaben mit einer „kleinen schwarzen Pistole“ mehrmals in die Beine. Ein Notarztwagen brachte den Schwerverletzten ins Krankenhaus Friedrichshain, dort wurden in einer Notoperation die Schusswunden versorgt. Über die Zahl der Schüsse gibt es keine genauen Angaben, es sollen vier bis sechs Schüsse gewesen sein, heißt es bei der Polizei. Das sei angesichts der schweren Verletzungen und des vielen Bluts nicht klar zu sehen gewesen. Beide Türken sind der Polizei bekannt, gemeinsam waren sie in der Vergangenheit auf Diebestour, zudem fielen sie wegen Tankbetruges auf. „Kleine Fische“, hieß es bei der Kripo. Die beiden sollen sich nur per Vornamen gekannt haben.

Inwieweit unbeteiligte Passanten durch die Schüsse in Gefahr waren, ist nicht ganz klar. Im Polizeiprotokoll steht, dass in der Oranienstraße in dieser warmen Sommernacht zu dieser Zeit eine „mittlere Fluktuation“ herrschte. Keiner der vielen Gäste, die in den umliegenden Kneipen auf der Straße saßen, will etwas gesehen haben. Aber gehört: Es gebe „nur Knallzeugen“, sagte ein Ermittler – Personen also, die Schüsse hörten. Auch bei den etwa 20 bis 30 Gästen des Marmara International gewann die Polizei keine verwertbaren Zeugenaussagen.

Vor einem Monat hatte ein Mann vor dem Lokal „Travolta“ in der Wiener Straße eine Bekannte getötet und danach einen Radfahrer und einen Polizisten lebensgefährlich verletzt. Der Täter tötete sich Minuten später selbst in einem Hinterhof. Ha

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