Berlin : Schul-Kündigung: Eltern fühlen sich von Schule erpresst

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Der Streit um die Schul-Kündigung des zwölf-jährigen Jan Sparmann geht weiter. "Wir verstehen das Schreiben der Schule als Erpresserbrief" machte die Mutter des Schülers, Kristina Sparmann, gestern deutlich. Deshalb werde sie auch nicht auf Forderungen nach unbedingtem Vertrauen eingehen. Wie berichtet, hatte die private Novalis-Schule Anfang Juli den Schulvertrag gekündigt: Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern sei nicht mehr möglich.

Als Begründung wurde angegeben, das Vertrauensverhältnis sei gebrochen. Anlass war die von der Mutter veranlasste Kontrolle eines Busunternehmens, mit dem die Kinder auf Klassenfahrt reisen sollten. Vergangene Woche beriet das Lehrer-Kollegium über den Fall. Es kam zum Ergebnis, dass die Schule nur unter bestimmten Bedingungen bereit sei, die Kündigung wieder zurückzunehmen. Dazu gehörten unter anderem "unbedingtes Vertrauen", das die Eltern den Pädagogen entgegenbringen müssten.

Außerdem sollten künftig Probleme mit den Lehrern und dem Vorstand der Einrichtung und nicht in der Öffentlichkeit geklärt werden. Schriftlich wurde das der Familie Sparmann jetzt mitgeteilt. "Wir lehnen die Bedingungen für die Rücknahme der Kündigung ab", sagte Kristina Sparmann. Schließlich könne Vertrauen nicht bedingunglos eingefordert werden.

Wahrscheinlich muss Jan nun wieder auf die 13. Grundschule gehen, die er früher besuchte. Heute gibt es dazu ein Gespräch mit dem Direktor.

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