Schule für sozial benachteiligte Jugendliche : Privatschule Quinoa startet in Wedding

Am Montag beginnen die ersten 24 Siebtklässler: Die freie Schule Quinoa in Wedding ist ganz auf die Bedürfnisse von Weddinger Jugendlichen ausgerichtet und kommt weitgehend ohne Schulgeld aus.

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Stefan Döring und Fiona Brunk von der Quinoa-Schule in Wedding.
Stefan Döring und Fiona Brunk von der Quinoa-Schule in Wedding.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Eine freie Sekundarschule zu gründen, die ganz auf die Bedürfnisse von sozial benachteiligten Jugendlichen aus Wedding ausgerichtet ist und für die Familien kostenlos ist – diese Idee hatten fast zeitgleich zwei Initiativen. Doch während die Bürgerplattform Wedding, wie berichtet, nun doch vorerst mit der Eröffnung scheiterte, wird die Schule des Sozialunternehmens Quinoa am Montag mit 24 Siebtklässlern anfangen.

Von Anfang an stünden Berufspraktika und interkulturelles Lernen auf dem Stundenplan, sagt Schulleiter Christian Schwenke. „Der Glaube an die Jugendlichen, an ihre Fähigkeiten und Talente, ist ganz wichtig“, ergänzt Quinoa-Geschäftsführerin Fiona Brunk. 21 Kinder kommen aus Familien, die auf Transferleistungen angewiesen sind, und zahlen kein Schulgeld, drei Familien zahlen einen geringen Beitrag, der sich an den Berliner Kita-Gebühren orientiert.

Die Schule wird von der Vodafone-Stiftung und privaten Spendern unterstützt und hat die Montessori-Stiftung als Schulträger. Die öffentliche Förderung deckt nach Quinoa-Angaben rund fünfzig Prozent der Kosten. Weitere Förderer werden gesucht, doch noch dringender muss das Problem der Unterbringung gelöst werden, denn die Genehmigung für die jetzigen Räume in der Osloer Straße gilt nur für ein Jahr. Sylvia Vogt

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