Schule : Gute Erfahrung mit späterem Unterrichtsbeginn

Das John-Lennon-Gymnasium steht mit seinen Bestrebungen für einen späteren Schulbeginn nicht allein: Zwei weitere Schulen sind sogar schon weiter.

Susanne Vieth-Entus

Sowohl die Charlottenburger Loschmidt-Berufsschule als auch das Pankower Rosa-Luxemburg-Gymnasium haben sich vor drei Jahren vom 8-Uhr-Unterrichtsbeginn verabschiedet. Das Lennon-Gymnasium will heute darüber entscheiden.

Bereits am Dienstag stimmten die Klassenstufen 12 und 13 dafür, in der Winterzeit erst um 9 Uhr zu beginnen, berichtete Schülersprecherin Hanna Harnisch. Die Mehrheit sei relativ knapp gewesen, so Direktor Jochen Pfeifer. „Wenn die Abstimmung unter den übrigen Schülern ähnlich knapp ausfällt, werde ich der Schulkonferenz empfehlen, vor einer Entscheidung zunächst das Votum der Lehrer abzuwarten“, kündigte Pfeifer an.

Die Schülervertreter des Lennon-Gymnasiums argumentieren mit dem Biorhythmus der Schüler und verweisen auf die Erkenntnisse von Schlafforschern. Dies hatte auch bei der Entscheidung des Rosa- Luxemburg-Gymnasiums eine Rolle gespielt. Ausschlaggebend war dort aber die Umstellung der gesamten Unterrichtsorganisation von 45- auf 60-Minuten-Einheiten, berichtet Direktor Ralf Treptow. Der Unterricht beginnt jetzt regulär um 8.35 Uhr – zu aller Zufriedenheit. Die Loschmidt-Schule startet mit Rücksicht auf ihre schwierige Schülerklientel um 9 Uhr. Die Zahl der „Zuspätkommer“ sei gesunken, so Leiter Wolfgang Foest.

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