Schule : Accord 2.2i CTDi

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Das ist doch kein Diesel! Unser Mitfahrer war fest davon überzeugt, dass wir ihm einen Bären aufbinden wollten. Und zugegeben, hören, dass dieses Auto nach dem Prinzip eines Selbstzünders arbeitete, konnte man kaum etwas, wenn man in ihm saß. Und auch wie er beim Tritt aufs Gaspedal mit einem wahren Satz nach vorn schnellte, sprach eher gegen den Diesel. Vorausgesetzt, man gehört zu jenen Autofahrern, für die Diesel und Trägheit immer noch zwei nicht voneinander trennbare Begriffe sind.

Aber das galt gestern. Moderne Diesel sind ganz anders. Und der Diesel im Honda Accord 2.2i CTDi gehört zu denen, die vom klassischen DieselImage meilenweit entfernt sind. Und das, obwohl dieses Triebwerk der erste Selbstzünder ist, den Honda in eigener Regie entwickelt hat – ein Erstlingswerk gewissermaßen, das allerdings gleich zu einem Volltreffer geworden ist.

Da tritt man bei zügiger Landstraßenfahrt nur einmal kurz aufs Gas und schon kann man sicher zum Überholen ansetzen. Denn da stehen 103 kW (140 PS) und ein höchstes Drehmoment von 340 Nm bereit, die bereits bei 2400/min verfügbar sind. Gleich hinter dem BMW 320d ist der Honda Accord damit einer der flinkesten Diesel-Vierzylinder. Und zugleich einer der sparsamsten, denn der Durchschnittsverbrauch liegt bei gerade einmal 5,4 l/100 km. Nur 9,4 Sekunden vergehen für den Spurt auf Tempo 100 und mit bis zu 210 km/h kann man auch lange Touren recht flott bewältigen – und erfreulich kultiviert, denn der Common-Rail-Motor mit Vierventiltechnik arbeitet mit gegenläufig rotierenden Ausgleichswellen.

Wer die Leistung dieses Motors fordert, erlebt viel Fahrvergnügen. Nicht zuletzt auch wegen des überraschend sicheren Fahrwerks des Accord. Und falls man einmal zu forsch sein sollte - im Rahmen der Gesetze der Physik tritt dann die Fahrdynamikregelung VSA in Aktion, die bei diesem Auto Serienausstattung ist.

Schließlich ist dieser Diesel sehr sauber – erfüllt die Abgasnorm EU4 auch ohne Partikelfilter. Wer sein Umweltgewissen trotzdem noch belastet fühlt, der kann aber auch ein Partikelfilter ordern. Und noch eine Überraschung bietet Honda bei diesem ersten eigenen Diesel: ein Heizsystem, das durch Kopplung der Kreisläufe für Klimaanlage und Kühlsystem ohne die bei vielen sparsamen Dieseln eingesetzten Zuheizer auskommt.

Kurzum Honda Accord und Diesel, das passt ideal zusammen – übrigens nicht nur in der von uns gefahrenen Limousine, sondern auch im besonders geräumigen Tourer genannten Kombi. ivd

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