ADHS : Symptome, Therapie, Beratung

ADS/ADHS

Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts sind rund fünf Prozent der 3- bis 17-Jährigen von Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS) oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betroffen. Die Kinder leiden unter Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität, so dass ihr Leben in Schule und Familie davon stark beeinträchtigt ist. Temporäre Schulunlust oder Aufbegehren gegen das Elternhaus fallen nicht darunter.

Die Symptome treten schon vor dem sechsten Lebensjahr und dauern länger als sechs Monate an. Während das Verhalten von Kindern mit ADHS im Unterricht häufig als störend auffällt, werden Kinder mit ADS, die als „verträumt-abwesend“ beschrieben werden, eher übersehen.

URSACHEN

Die Ursachen von ADS/ADHS sind nicht endgültig geklärt, hängen laut Forschern aber mit einem veränderten Hirnstoffwechsel und Erbanlagen zusammen. Soziale und Umweltfaktoren können verstärkend wirken.

THERAPIE

Für eine Diagnose ist ein ausgewiesener Facharzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie zuständig. Die Therapie ist meistens mehrjährig und sollte nicht nur am Kind, sondern am gesamten Umfeld ansetzen. Häufig werden Therapieformen kombiniert, dazu gehören Lern- und Körpertherapie, Elterntraining und Konzentrationstraining. Wenn das nicht reicht, kann zusätzlich ein Hirn-stimulierendes Medikament verschrieben werden. Die Therapie sollte sich nicht auf Medikamente allein beschränken.

BERATUNG

Der Selbsthilfeverein ADHS Deutschland e.V. bietet kostenlose Beratung für Betroffene, Eltern und Lehrer (Tel. 3019714, email-beratung@adhs-deutschland.de, www.adhs-deutschland.de). kal

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