Schule : Airbag in der Sitzfläche

Neues Renault-System verhindert gefürchtetes Durchtauchen

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„Anti-Submarining-Airbag“ nennt Renault ein neu entwickeltes Sicherheitssystem, das ersmals in der neuen Generation des Mégane eingesetzt wird. Dieser unter der Sitzfläche positionierte Airbag soll bei einer Kollision das gefürchtete Durchrutschen (Submarining) unter dem Gurtband und damit die dabei möglichen schweren Verletzungen im Beckenbereich verhindern. Hierfür dienen bislang Anti-Submarining-Stützen, die unter der Sitzflächen im Sitzrahmen positioniert sind. Allerdings können die ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn der Gurt ordentlich angelegt ist und außerdem bei einem Unfall durch Gurtstraffer noch einmal festgezogen wird. Eine Technik, die auch von Renault angewendet wird. Und das bei den Modellreihen Laguna und Vel Satis sogar in einer speziellen Variante mit doppelten Gurtstraffern, die an beiden Seiten eines Sitzes angebracht sind und den Passagier optimal auf seinem Sitz fixieren.

Allerdings lässt sich diese aufwändige Technik so nur bei vier- und fünftürigen Modellen verwenden. Denn bei Zwei- und Dreitürern, bei denen die Vordersitze vorgeklappt werden, um den Fondpassagieren das Ein- und Aussteigen zu erlauben, gibt es an der Sitzaußenseite nicht genügend Platz, um den zweiten Gurtstraffer so unterzubringen, dass er nicht stört. Als Alternative für solche Fahrzeuge bietet sich deshalb der Anti-Submarining-Airbag an, der deshalb speziell für die dreitürigen Mégane-Versionen entwickelt wurde.

Der neue Airbagg besteht aus zwei nur 0.3 Millimeter dicken Blechen, die miteinander verschweißt sind. In aufgeblasenem Zustand hat dieser Metall-Airbag ein Volumen von zwischen vier und fünf Liter. Wird er in Falle eines Falles ausgelöst, dann drückt er, ohne dabei in direkten Kontakt mit dem Passagier auf dem Sitz zu kommen, von innen gegen das Sitzpolster und verformt die Sitzfläche so, dass man fest in den Gurten fixiert wird und die Kräfte, die auf Bauch und Lendenbereich wirken, optimal kontrolliert werden. Eine Ausgleichsöffnung hält den Druck im Innern des Anti-Submarining-Bags, der ebenso wie ein normaler Airbag von einem Gasgenerator in zwei Stufen aufgeblasen wird, während des Aufpralls konstant.

Renault spricht in Verbindung mit dem neuen Airbag für Dreitürer von der dritten Generation seines Programmierten Rückhaltesystems (PRS III), zu dem weiterhin zweistufig auslösendem Adaptiv-Airbags vorn, in den Sitz integrierte Seitenairbags sowie Windowbags gehören, die sich aus dem Dachhimmel nach unten vor den Seitenfenstern entfalten und die Köpfe der Passagiere auf den äußeren Sitzen schützen. ivd

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