Schule : Alles Neue steckt unter der Haube

Ingo von Dahlern

Auf den ersten Blick sieht er aus wie immer – der Renault Espace des neuesten Modelljahres, wie er seit einer Woche bei den Händlern steht. Wer jedoch genau hinsieht, entdeckt, dass sich sowohl die Scheinwerfer als auch die Rückleuchten ein wenig verändert haben. Der Grill statt bislang drei nur noch zwei Lamellen hat und der Stoßfänger mit dem großen Lufteinlass, der von einer markanten Leiste durchzogen wird, ein wenig schmaler geworden ist. Diesen behutsamen Änderungen in der Optik stehen viel tiefere Veränderungen unter der Karosserie gegenüber. Denn Renault hat seiner Großraumlimousine, die weiterhin als Espace und als 20 Zentimeter längerer Grand Espace angeboten wird, einige neue Triebwerke spendiert, so dass man nun die Wahl unter acht Aggregaten hat. Fünf davon sind Turbodiesel, von denen zwei völlig neu im Espace sind.

Das sind die beiden Zweiliter 2.0 dCi in den Leistungsstufen 110 und 127 kW (150 und 173 PS), die schon im Laguna eingesetzt werden. Hochmoderne Common-Rail-Motoren mit Vierventiltechnik, die mit Piezoinjektoren ausgerüstet und mit einem Dieselpartikelfilter kombiniert sind. Das regeneriert sich selbst und braucht keine Additive. Schon mit 110 kW erlaubt der mit einem neu entwickelten Sechsganggetriebe kombinierte Zweiliter-Turbodiesel mit 10,6 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 194 km/h eine flotte Gangart. Trotzdem glänzt er mit durchschnittlich 7,6 l/100 km mit einem im Vergleich zu den anderen Selbstzündern niedrigen Verbrauch.

Der erhöht sich auch nicht bei der Leistungsstufe mit 127 kW, die den Espace mit nur 9,8 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 204 km/h richtig sportlich und zudem äußerst leise antreten lässt. Echte Fahrfreude kommt auf, wenn des Espace statt gerader Autobahnstrecken kurvige Gebirgsstraßen unter die Räder bekommt. Obwohl Autos vom Format des Espace mit ihrer hohen Karosserie bei flotter Kurvenfahrt zwangsläufig etwas mehr Seitenneigung als normale Limousinen entwickeln, bringt das Fahrwerk den Espace durch solche Kurven überraschend aufrecht.

In seinen Fahrleistungen ist er dem Topmodell mit dem Dreiliter-Turbodiesel mit 133 kW (181 PS) durchaus ebenbürtig. Denn der ist mit 210 km/h zwar schneller, aber beim Antritt mit 10,9 Sekunden bis Tempo 100 auch träger und mit durchschnittlich 9,4 l/100 km messbar durstiger. Er bietet jedoch den Vorzug, mit einer sehr gut auf diesen Motor abgestimmten neuen Sechsgangautomatik kombiniert zu sein. Alternativ zu den fünf Dieselaggregaten bietet Renault drei Benziner an: einen Zweiliter mit 100 kW (136 PS), einen Zweiliter-Turbo mit 125 kW (170 PS) und einen 3,5-l-V6 mit 177 kW (241 PS).

Wie bisher bietet Renault seine Großraumlimousine in den fünf Ausstattungsstufe Authentique, Expression, Dynamique, Privilège und Initiale an, wobei die Preise von 25 900 Euro bis zu 48 800 Euro reicht. Zu den neuen Details beim Espace zählen neben den neuen Getrieben auch ein auf Wunsch verfügbares dynamisches Kurvenlicht und das hochwertige Navigationssystem Carminat 3 mit seiner perspektivischen Darstellung.

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