Schule : Athletischer Carrera-Bruder

Neue Generation des 911 GT3 geht 2003 an den Start

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Im März rollt sie an – die Neuauflage des besonders durchtrainierten und athletischen Bruders des Carrera 911– der 911 GT3, den man uneingeschränkt als einen Sportler der Superlative bezeichnen kann. Die Leistung seines 3,6Liter-Boxermotors wurde noch einmal spürbar gesteigert – von 265 kW (360 PS) beim Vorgänger bei unverändertem Hubraum um 15 kW (21 PS) auf nun 280 kW (381 PS). Das reicht dem zu den stärksten Saugmotoren weltweit gehörenden Boxer für den Spurt auf Tempo 100 binnen 4,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 306 km/h. Und um Tempo 200 zu erreichen und gleich danach wieder zum Stillstand abzubremsen genügen dem GT3 gerade einmal 19,7 Sekunden. Fahrleistungen, die den Motorenentwicklern eine Menge abverlangten.

So wurde die Drehzahl gezielt erhöht, so dass der rote Bereich nun erst bei 8200/min erreicht wird – das sind 400/min mehr als beim Vorgänger, was vor allem dem noch besseren Spurtvermögen zugute kommt. Denn hier übertrifft der neue GT3 seinen Vorgänger um immerhin 0,3 Sekunden. Dazu trägt auch das von 370 auf 385 Nm gewachsene maximale Drehmoment bei, von dem bereits ab 2000/min mindestens 80 Prozent verfügbar sind. Ein Kraftpotenzial, dem auch das Getriebe angepasst werden musste, das in wesentlichen Teilen verstärkt und mit Getriebeölkühlung und Spritzölschmierung ausgerüstet wurde.

Und damit die enorme Leistung des neuen 911 GT3 auch sicher auf die Straße gebracht werden kann, wurde die Feinabstimmung des Fahrwerks, dessen Schwerpunkt 30 Millimeter niedriger liegt als beim 911 Carrera, weiter optimiert. Daneben setzt Porsche auf neue sehr viel breitere Räder – 8 1/2 Zoll an der Vorderachse mit Reifen 235/40 ZR und elf Zoll an der Hinterachse mit Reifen 295/30 ZR), die dennoch leichter geworden sind und messbar höhere Längs- und Querbeschleunigungswerte erlauben. Porsche stattet den 911 GT3 deshalb mit besonders leistungsfähigen Sechs-Kolben-Bremssätteln, auf Scheiben mit einem auf 350 Millimeter gewachsenen Durchmesser mit den für Porsche patentierten Kühlkanälen und ein noch schneller und noch feinfühliger regelndes Antiblockiersystem (ABS). Wer es wünscht, bekommt auch die bereits im Porsche 911 GT2 und 911 Turbo sowie Carrera 4S auf Wunsch und gegen Aufpreis angebotenen Keramik-Bremsscheiben Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB).

Auf den ersten Blick erkennbar ist der Porsche 911 GT3 an seinem großen Heckflügel, zu dessen Hauptaufgaben es gehört, für exakten Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten und besonders hohen Anpressdruck bei schneller Kurvenfahrt zu sorgen. Dieser Heckflügel ist, basierend auf Erfahrungen aus dem Rennbereich, mehrfach verstellbar. Neu ist zudem die Bugverkleidung und mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 gehört der 911 GT3 zu den windschlüpfigsten Fahrzeugen seiner Klasse.

Interessant für den hohen Reifegrad der Fahrdynamik des neuen GT3 ist, dass die Entwicklungsingenieure ihn ohne jegliche Fahrwerks-Regelsysteme verwirklichten. Und das gesamte Fahrwerk mit all seinen Komponenten ist so abgestimmt, dass man den neuen 911 GT3 auch auf abgesperrten Rundkursen optimal fahren kann. Und selbstverständlich bietet Porsche ohne Aufpreis auch eine spezielle Clubsport-Variante des neuen GT3 an, die ebenfalls 280 kW (381 PS) leistet.

Porsche bietet den neuen 911 GT3 für einen in ganz Europa einheitlichen Grundpreis von 87 900 Euro an, aus dem sich in Deutschland ein Gesamtpreis von 102 112 Euro ergibt. Der Preis für den amerikanischen Markt liegt bei 99 900 Dollar. ivd

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