Schule : Auch der 2,7-l-V6 ist genug

Das dritte Triebwerk für den Chrysler 300C

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Dieses Gesicht ist unverwechselbar. Mit dem 300C hat Chrysler eine OberklasseLimousine auf die Räder gestellt, die auf unseren Straßen unübersehbar ist und zugleich auch viele europäische Käufer anspricht. Das gilt nicht nur für die Optik, sondern auch die Technik unterm Blech des 300C, unter dem eine Menge Mercedes steckt. In den USA hat sich dieses Auto, mit dem Chrysler zu klassischen Proportionen mit langer Motorhaube und kurzem Heck und dem klassischen Hinterradantriebs-Konzept zurückkehrte, binnen weniger Monate zu einem Bestseller entwickelt.

Mit dem neuen 300C im klassischen Oberklassestil kehrte auch ein klassisches Motorenkonzept zurück – der 5,7-Liter-V8 HEMI mit seinen halbkugelförmigen Brennräumen. Er leistet 250 kW (340 PS) und macht den großen 300C verblüffend leichtfüßig. Denn für den Spurt auf Tempo reichem ihm mit diesem Hochleistungsaggregat gerade einmal 6,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Für Europa ist ein solches Aggregat allerdings ein Ausnahmemotor. Besser in die Landschaft der Alten Welt passt der 3,5-Liter-V6 mit einer Leistung von 183 kW (249 PS), der mit 9,2 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 219 km/h sehr ordentlich motorisiert ist.

Nun bietet Chrysler noch ein drittes Aggregat an. Das ist ein 2,7-Liter-V6 mit 142 kW (193 PS). Bei ersten Probefahrten erwies sich auch diese Motorisierung als sehr vernünftig. Denn mit 11,1 Sekunden für den Spurt auf Tempo ist der 300C mit dem kleinsten V6 immer noch ausreichend flott nicht nur für zügige Überholmanöver, sondern auch für längere Autobahntouren. Angenehm aufgefallen ist, wie gut die Maschine mit dem Viergang-Automatikgetriebe harmoniert. Und besonders erfreulich bei den ersten Probefahrten war der kultivierte und leise Lauf dieses Motors, der mit einem Durchschnittsverbrauch von 10,8 l Normalbenzin pro 100 Kilometer auch recht ökonomisch mit dem Sprit umgeht.

So rundet der nun verfügbare 2,7-Liter das Angebot beim 300C überzeugend nach unten ab und macht den großen Chrysler auch preislich attraktiv. Denn während man für den V8 immerhin 49 950 Euro auf den Tisch legen muss und der 3,5-Liter-V6 noch 38 600 Euro kostet, ist man mit dem 300C 2.7 bereits mit 34 900 Euro mit dabei – und das ohne Abstriche bei der Komfort- und Sicherheitsausstattung. ivd

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