Schule : Auch mit Rußpartikelfilter wird die EU4 erfüllt

Mit dem 307 HDi FAP 135 bietet Peugeot jetzt einen besonders sauberen Turbodiesel an

Ingo von Dahlern

Mit Rußpartikelfilter bietet Peugeot seinen 307 HDi ja schon länger an. Doch bisher war man nicht in der Lage, in Verbindung mit dieser Technik auch die anspruchsvolle Abgasnorm EU4 zu erfüllen. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Denn mit dem 307 HDi FAP 135 ist nun auch das möglich. So tritt dieses Auto mit seinem Zweiliter-Vierzylinder, der eine Weiterentwicklung des gemeinsam mit Ford entwickelten HDi mit einer Leistung von 79 kW (107 PS) ist, nun mit 100 kW (136 PS) an - als erster Diesel , der mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet die Abgasnorm EU4 erfüllt. Für die Käufer bedeutet das nun auch eine Steuerbefreiung von bis zu 613 Euro.

Erkennbar ist der neue Top-Diesel unter der Haube des Peugeot 307 durch ein rotes „i“ bei dem am Fahrzeugheck angebrachten „HDi“-Signet. Besser erkennbar ist er allerdings, wenn man einfach sein Steuer in die Hand nimmt und ein paar Probekilometer absolviert. Denn hier zeigt sich, welches gewaltige Kraftpotenzial in diesem Triebwerk steckt. Denn die immerhin 26 Prozent mehr Leistung, verglichen mit dem bisherigen 79 kW (107 PS) leistenden Diesel machen sich in ebenso deutlich gesteigerten Fahrleistungen bemerkbar. Dazu trägt auch das erheblich gewachsene Drehmoment bei, denn bereits bei 2000/min liefert dieser Motor sein Maximum von 320 Nm. Und kurzfristig stehen dank einer „Overboost“-Funktion in Verbindung mit einer Ladedruck-Erhöhung sogar 340 Nm bereit.

So erreicht die Limousine des 307 mit dem neuen Turbodiesel Tempo 100 bereits nach 11,0 statt bisher 12,7 Sekunden. Und bei der Höchstgeschwindigkeit liegt der neue Top-Diesel mit 202 km/h glatt 14 km/h über dem Vergleichswert. Und auch, wenn es um einen schnellen Zwischenspurt geht, zeigt der neue Selbstzünder, dass man heute mit modernen Dieseln durchaus sportlich unterwegs sein kann. Denn den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h schafft das neue Aggregat in nur 9,9 Sekunden, während der Vorgänger hier 13,8 Sekunden benötigte.

Peugeot kombiniert den kräftigen Zweiliter-Turbodiesel mit einem neu entwickelten Sechsgang-Schaltgetrtiebe. Dank einer wesentlich kompakteren Konstruktion ist das nicht größer als das bisher verwendete Fünfgang-Getriebe. So konnte vermieden werden, dass sich durch den Umstieg auf das Sechsganggetriebe der Wendekreis des 307 erhöhte. Der Gewichtszuwachs des neuen Getriebes liegt bei nur vier Kilogramm.

Dank des neuen Getriebes erweist sich der 307 mit dem kräftigen Turbodiesel als besonders durchzugsstark vor allem im unteren Drehzahlbereich. Und außerdem trägt das Sechsganggetriebe auch mit zu den erfreulich niedrigen Verbrauchswerten dieses Motors bei. Denn trotz des erheblichen Leistungszuwachses wuchs der Verbrauch gerade einmal um 0,2 Liter/100 km – das sind ganz vier Prozent mehr, so dass der 307 HDi FAP 135 nun als Limousine 5,4 und als SW 5,6 l/100 km verbraucht.

Um die Mehrleistung sicher auf die Straße zu bringen, hat man ein paar leichte Modifikationen am Fahrwerk des 307 HDi FAP 135 vorgenommen, das allerdings weiterhin auf die bewährte McPherson-Vorderachse und die Verbundlenker-Hinterachse setzt. Denn Dämpfung und Federkennung wurden an die geänderten Gewichtsverhältnisse und die neuen fahrdynamischen Eigenschaften des neuen Top-Diesels angepasst. Neu dimensioniert und stärker ausgelegt wurden außerdem die Bremsen. Und Serienausstattung für den 307 HDi FAP 135 ist die Fahrdynamikregelung ESP. Die lässt sich bei diesem Auto auf Knopfdruck zwar abschalten. Aber oberhalb von Tempo 50 wird sie automatisch wieder zugeschaltet.

Auch bei der neuesten Version seines EU4-tauglichen Turbodiesels setzt Peugeot auf ein Rußpartikelfilter, das in Verbindung mit einem Additiv vollautomatisch nach Bedarf den Ruß verbrennt. Allerdings liegt die Lebensdauer des Filters nun bei 120 000 km. Die Preise für den EU4-Diesel beginnen bei 19 950 Euro für den 307 Tendance als Dreitürer.

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