Schule : Auf dem aufsteigenden Ast

Kia wird immer bekannter – und immer öfter gekauft. Für den Sommer verspricht die Niederlassung Berlin Überraschungen

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Fahrzeuge des koreanischen Herstellers Kia erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seinen Marktanteil in der Bundesrepublik um 47 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent steigern können und ist damit die hier an schnellsten wachsende Automarke. In diesem Jahr feiert die Berliner Kia-Niederlassung am Stieffring 10 in Charlottenburg-Nord ihr zehnjähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum wird es „ein paar Überraschungen“ geben, kündigt Niederlassungsleiter Christian Lassetzki an.

Dazu gehören ab Mai auch Sonderserien mit attraktiven Extras, verspricht der Berliner Kia-Chef. Längst haben sich die Koreaner zu einem auch hierzulande vielbeachteten Hersteller mit einem aus neun Modellreihen bestehenden Vollsortiment vom kleinen, meistverkauften Picanto bis zur Premium-Limousine Opirus gemausert. Der Kleinwagen Rio, seit 2005 auch als 1,5-Liter-Turbodiesel erhältlich, wurde in zwölf europäischen Ländern zum Newcomer des Jahres gewählt, der die Kundenansprüche am besten erfüllt.

„Bekanntheitsmäßig haben wir einen Riesensprung gemacht und bei Vergleichstests sind wir immer ganz vorn dabei“, freut sich Christian Lassetzki. Nach dem Steilsprung der letzten Jahre wird für 2006 mit einem moderaten Wachstum um zehn Prozent gerechnet. Ausschlaggebend für den Erfolg auf dem deutschen Markt sind ein strenges Qualitätsmanagement und die Synergien mit dem Schwesterunternehmen Hyundai, so Lassetzki. Eine dreijährige Gewährleistungsfrist mit Mobilitätsgarantie ohne Kilometerbegrenzung unterstreicht die Zuverlässigkeit. Im eigenen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim werden die Modelle für den europäischen Markt adaptiert. Dazu gehören Fahrwerks- und Motorabstimmung ebenso wie die Farbpalette für Lack und Bezüge.

Mit dem überarbeiteten Premium-Offroader Sorento und der völlig neu gestalteten Großraumlimousine Carnival hat Kia auf dem Genfer Autosalon zwei neue Modell vorgestellt, die ab Juni in den Handel kommen. Schon im Herbst wird die neue Version des Minivans Carens folgen. Ebenfalls in Genf präsentiert wurde eine Designstudie für ein neues Modell der Golf-Klasse, das der erste echte Europäer der Koreaner wird. Die Produktion beginnt Ende des Jahres im neuen Werk, das für gut eine Milliarde Euro im slowakischen Zilina errichtet wird.

In Deutschland stehen die Zeichen ebenfalls auf Expansion. In Frankfurt entsteht die neue Europa-Zentrale des Unternehmens. Auch die Berliner Niederlassung platzt aus allen Nähten. Bis 2008 ist der Wechsel an einen neuen Standort im westlichen Stadtzentrum vorgesehen. „Dort werden wir die Mitarbeiterzahl in Verkauf und Service verdreifachen“, kündigt Christian Lassetzki an.

Gemeinsam mit der Schwesterfirma Hyundai hat Kia die Italiener vom dritten Platz der Hitliste des deutschen Autoimports verdrängt, den man sich jetzt mit den Tschechen teilt. Neben dem Hauptsponsor Hyundai ist KIA auch Sponsor der Fußballweltmeisterschaft. Auch auf regionaler Ebene hat das Unternehmen ein Herz für den Sport. Die Berliner Niederlassung fördert den SC Siemensstadt. Für die Präsentation der Marke in der Öffentlichkeit wählt man eher ungewöhnliche Rahmen wie die Ausstellungen Boot Berlin und Hippologica. Im Flughafen Tegel ist Kia ebenso präsent wie im Mai auf der europäischen Jobmesse Avanti im Roten Rathaus. Das Kürzel basiert übrigens auf den chinesischen Schriftzeichen Ki und A, die für Aufsteigen und Asien stehen, ein Synonym für den Erfolg des koreanischen Herstellers. du-

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