Ausbau angekündigt : Mehr Kitaplätze in sozialen Brennpunkten in Berlin

Der Senat will in den nächsten Jahren 10.000 neue Kitaplätze schaffen, und diese vorwiegend in sozialen Brennpunkten ausbauen. Im Gespräch sind Reinickendorf, Spandau, Mitte und Neukölln.

Sylvia Vogt
Kinder spielen in einer Kita.
Kinder spielen in einer Kita.Foto: dpa

MEHR GELD FÜR KLEINE KINDER

Der Senat will mehr Kitaplätze in sozial benachteiligten Gegenden schaffen. Im Haushalt 2016/17 sollen Mittel für 10 000 neue Plätze eingeplant werden, sagte Senatorin Sandra Scheeres. Der Ausbau soll unter anderem in Reinickendorf, Mitte und Spandau erfolgen. Bei der Förderung von neuen Kitaplätzen soll nach Angaben der Senatsverwaltung der Anteil der ALG-II-Empfänger und der Anteil an Migranten stärker gewichtet werden. Auch die Standorte von Flüchtlingsunterkünften sollen berücksichtigt werden.

„Ich bin positiv überrascht“, sagte der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck. In einigen sozialen Brennpunkten gebe es deutlich zu wenig Kitaplätze. In der Gegend rund um die High-Deck-Siedlung in Neukölln hätte rechnerisch nur rund jedes zweite Kind einen Kitaplatz. „Da gerade Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen besonders von Förderangeboten der Kita profitieren können, ist es wichtig, dass wir diese verstärkt für einen frühen Besuch der Kita gewinnen“, sagte Scheeres. Sie kündigte an, verstärkt für den Kita-Besuch zu werben, etwa mit mehrsprachigen Broschüren, die auch in Flüchtlingsheimen verteilt werden sollen.

KEIN SCHULGELD FÜR ERZIEHER

Für mehr Kitaplätze braucht es auch mehr Erzieher. Die Ausbildung an den Fachschulen für Erzieher (und ebenfalls für Pflegefachkräfte) könnte jetzt attraktiver werden, denn der Senat will das Schulgeld abschaffen. svo

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