Schule : Ausblick auf einen komfortablen Tourer

Mit dem Audi Pikes Peak Quattro erprobt Ingolstadt ein neues Crossover-Konzept

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Er ist zwar nur eine Studie der Audi Pikes Peak Quattro, der in Detroit präsentiert wurde. Und doch ist er schon recht nahe an einem Modell, mit dem Ingolstadt in zwei bis drei Jahren ins Rennen gehen will. Dabei denkt man an ein neuartiges Crossover-Modell, das die Eigenschaften einer sportlichen Luxuslimousine, eines kraftvollen Geländewagens und eines variablen Freizeitfahrzeugs miteinander kombiniert – ein Konzept, wie es bei Daimler-Chrysler als Mercedes GST kurz vor der Serienreife steht.

Basis für den Pikes Peak Quattro – sein Name erinnert an den Berg Pikes Peak in Colorado und das dort alljährlich ausgetragene Bergrennen, bei dem Audi drei Mal siegte - ist eine Menge Technik des Touareg – allerdings mit etwas weniger spezifischer Off-Road-Technik, denn man verzichtet sowohl auf ein Untersetzungsgetriebe als auch Differenzialsperren. Doch dank einer Luftfederung mit Höhenverstellung kann er seine Bodenfreiheit auch schwierigem Gelände anpassen.

Optisch setzt die Audi-Studie auf eine betont dynamische und elegante Linie, verzichtet konsequent auf die harten Kanten und die Klobigkeit von Geländewagen. Denn das Ziel der Entwicklung ist ein komfortabler Tourer, der sich vor allem als vielseitige Reiselimousine und variables Freizeitfahrzeug bewähren soll.

Ihren Insassen bietet die als 4+2-Sitzer ausgelegte Studie sechs elektrisch individuell verstellbare Einzelsitze, von denen das hintere Sitzpaar bei Bedarf umgelegt werden kann. Bis zu 1950 Liter Laderaum stehen für die unterschiedlichsten Transportaufgaben zur Verfügung. Und damit man den Laderaum optimal beladen kann, reicht die Heckklappe weit in die Flanken dieses Autos. Geöffnet und geschlossen wird sie elektrisch per Fernsteuerung – bei Bedarf lässt sich die Heckscheibe auch einzeln öffnen.

Unter der Motorhaube des Audi Peak Pike Quattro arbeitet der aus dem Audi RS6 bekannte Biturbo-Achtzylinder, der weiterentwickelt wurde und es auf eine Leistung von 368 kW (500 PS) bringt. Den komfortablen Allradler beschleunigt er in nur 5,0 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei Tempo 250 abgeregelt. Beachtlich ist das maximale Drehmoment von 630 Nm, die bereits bei 2000/min anliegen. Der Benziner arbeitet mit Benzindirekteinspritzung, gehört also in die Kategorie der FSI-Motoren, die bei Volkswagen schon bald die Saugrohreinspritzer komplett ablösen sollen. In Serienfahrzeugen eingesetzt werden sie heute schon im Audi A2 und im Audi A4.

Im Innenraum setzt Audi auf eine Atmosphäre, in der man sich wohl fühlen kann. Ein Glasdach sorgt für viel Licht im Interieur und erlaubt den Passagieren einen faszinierenden Panoramablick. Das Multifunktions-Sportlederlenkrad ist mit Schaltwippen für die Tiptronic ausgestattet, so dass man die Gänge wechseln kann, ohne die Hand vom Volant zu nehmen. Für hohe Qualitätsanmutung sorgt poliertes Aluminium.

Wie alle Studien von Audi, so präsentiert auch der Pikes Peak Quattro wieder einige neue Sicherheitssysteme. Besonders wegweisend ist dabei ein Warnsystem, das immer dann aktiv wird, wenn das Auto seine Spur zu verlassen droht – ein so genannter Spurassistent, wie er schon bald in ersten Serienfahrzeugen auftauchen wird. ivd

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